Kein Kontakt! ­ Warum ein Kontaktabbruch notwendig ist!

Um sich von einer narzisstischen Beziehung zu erholen und gesunde Grenzen aufzubauen, ist Schutz unumgänglich. Das Problem dabei ist, dass bereits der Gedanke an die narzisstische Persönlichkeit ausreicht, um chemische Prozesse im Körper auszulösen. Wie ein Virus ist das Gedankenfeld auf die Person fixiert. Das eigene Leben und Befinden … bleibt dabei auf der Strecke.
Man lebt(e) in einer dysfunktionalen und ungesunden Beziehung und in Abhängigkeit.

Der Verleugnungsmodus, in dem man alles entschuldigen kann, funktioniert hingegen sehr gut. Es ist wahr, die Anwesenheit des Narzissten fühlt sich körperlich auch gut an, völlig unabhängig wie sie einen behandeln. Schuld sind chemische Vorgänge und erfolgreiche Manipulation. Viele Narzissmusopfer wurden meist schon in der Kindheit darauf getrimmt, trotz der Vernachlässigung und fehlender Empathie für ihre Bedürfnisse, die Eltern bedingungslos zu lieben.

Das bedingungslose Lieben ist eine gute Sache, beruht es auf Gegenseitigkeit und lässt genug Platz für die Selbstliebe und den Selbstwert sowie Selbstachtung. In der narzisstischen Beziehung ist die Selbstliebe der ewige Kampf des Narzissten und für die Partner oft das ewige Vergessen.

Nach einer Trennung neigen Narzissten dazu, erneut Kontakt aufzunehmen, jedoch nur um das Spiel des Missbrauchs erneut zu vollziehen. So oft man es zu lässt, so oft wird man verletzt werden. Narzissten sind Grenzen fremd und unverständlich, sie kennen nur ihre eigenen und selbst die akzeptieren sie bei Anderen nicht.

Die Opfer und oft auch das gesamte Umfeld werden verantwortungslos ausgesaugt und liegen gelassen, sobald sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen.

Sie müssen entgiften, dies ist nur möglich ohne Kontakt.
Das betrifft jede Verbindung und auch jegliche Erinnerung.
Bilder, E-Mails, Social-Media-Verbindungen, Geschenke.
Es ist nicht mit einer normalen Trennung zu vergleichen, eher wie mit einem Drogenentzug.

Sobald sie auch nur den geringsten Kontakt aufnehmen, gefährdet es ihren Heilungsprozess enorm.
Sie sind sofort getriggert und der Kreislauf kann von vorne beginnen.

Falls sie verheiratet sind, ist es ratsam, jeglichen Kontakt über dritte neutrale Personen auszuhandeln. Rational, sachlich. Jegliche Emotion macht sie für einen Narzissten nicht nur angreifbar, sondern wortwörtlich erbärmlich. Und dasselbe trifft auch auf gemeinsame Kinder zu, sie brauchen ebenfalls Schutz.

Nur dadurch, dass man selbst die Kontrolle zurück gewinnt und man selbst Meister der Situation wird, schafft man es, Kraft zu gewinnen. Es muss einem bewusst werden, in welcher gefährlichen Situation man sich befunden hat, und das die posttraumatischen Belastungen ihre Zeit brauchen auszuheilen, oft mehrere Jahre. Kein Kontakt zu haben, ist die Entscheidung, sich nicht mehr von fadenscheinigen Antworten, Schweigen und unbeantworteten Fragen kommandieren zu lassen.

Es ist die Endscheidung der inneren Stimme zu vertrauen, der Intuition. Selbstbewusst das neue Selbstvertrauen zu stärken, und gesunde Grenzen aufzubauen. Sind die erst mal da, wird man vor Narzissten freiwillig das Weite suchen, bis dahin ist es wichtig, sich vor ihnen zu schützen und das funktioniert nur über KEIN KONTAKT!

Ein Narzisst wird sich nicht ändern, allerdings Du… kannst es schon!

Werde stark und hole Dir die Kontrolle zurück!
Suche dir Hilfe!
Informier dich über das Thema sooft Du kannst und gönne dir zwischendurch Zeit und Raum die Dinge zu verarbeiten.
Hier findest Du eine Checkliste mit weiteren Tipps.

Beruflich begleite ich Menschen auf diesem Weg.
Auf meiner persönlichen Seite: http://manjakendler.de/spiritcoach.html
findest Du eine Übersicht an psychologischen Beratungsmöglichkeiten
und meine Schutzgarten Kurse.

Baddabing!

Die Schutzgärtnerin
Sprit/Coach
Manja Kendler
Stand September 2016
Update 2018
alle Rechte vorbehalten

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17 Kommentare zu „Kein Kontakt! ­ Warum ein Kontaktabbruch notwendig ist!

  1. Alles richtig, ja. ABER: Mit Kindern lässt sich der Kontakt nicht einfach abbrechen!! Sie lieben diesen Elternteil genauso. Hört sich immer alles so klar an, ist es aber nicht. Danke.

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  2. ich habe den Kontakt abgebrochen seit es mir klar geworden ist, dass meine Mutter mir schadet und rufe auch nicht mehr seit ein paar Monaten an. Was für eine Erklärung aber soll ich meine Mutter geben, wieso ich mich auf ein Mal nicht mehr bei Ihr melde. Mein Vater sagt, sie beschwert sich ständig bei ihm?

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    1. Hallo Antonia,
      ich weiß nicht wie alt Du bist, unabhängig vom Alter kommen Menschen zu dieser Frage. Ich denke es wäre sinnvoll da mal durch ein psychologisches bzw systemisches Aufstellen/Gespräch sich Rückhalt zu verschaffen, warum und wie es dazu gekommen ist, nicht immer ist da eine Erklärung noch notwendig. Nun sind manchen Eltern auch gar nicht bewusst, wie destruktiv Ihr Handeln sich auswirkt, und ab einem bestimmten Alter ist die „Erklärung“ die wir abgeben sollen auch nur ein Muster. Die sachliche Wahrheit, halte ich dann für passend. Die wäre ja :
      Die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, tut mir nicht gut.

      Hast Du diesen Buchtipp gelesen? https://schutzgarten.wordpress.com/2017/12/24/dies-ist-mein-leben-so-befreien-sie-sich-vom-einfluss-manipulativer-eltern-von-isabelle-nazare-aga/
      Liebe Grüße

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    2. Ich habe selbst eine narzisstische Mutter und habe den Kontakt komplett abgebrochen.Du könntest ihr einen Brief schreiben, wo du dein Verhalten erklärst.
      Das habe ich auch so gemacht.

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  3. Es trifft nicht nur Frauen, was ich die letzten zweieinhalb Jahre erlebt habe würde ich am liebsten rausschreien. Ich habe schon zweimal auf dem Dach gestanden. Man kommt nicht von diesem Menschen los. Ich verstehe es nicht. Es ist die Hölle. Thomas

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    1. Thomas, ich hoffe Du holst Dir Unterstützung, denn solche Gedanken sind auf der einen Seite für mich nachzuvollziehen, auf der Anderen weiß ich für mich, das wären Gedanken, die mich dazu aufrufen: mir umgehend Unterstützung zu suchen. Lass Dich nicht allein damit, das ist man nicht. Im besten Fall ist es ein Phase, andererseits sind suizidale Gedanken eine Traumafolge oder hat allgemeinmedizinische Hinergründe.
      In beiden Fällen wird geraten sich an Seelsorger bzw. Psychologen/Psychiater zu wenden.

      Liebe Grüße und auch hier: wenn Du durch die Hölle gehst, halte nicht an. Die Abgründen verleiten Dich sonst.

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      1. Danke, ja ich habe mir Hilfe genommen und bin in psychiatrischer Behandlung. Trotzdem fühle ich mich missbraucht und in eine emotionale Abhängigkeit gedrückt was ich meiner Partnerin schon vor einem halben Jahr geschrieben habe. Da meine ehemalige Partnerin in einem therapeutischen Beruf tätig ist verstehe ich es umso weniger. Ich hätte niemals gedacht das es solche Projektionen geben kann und mir meinen Selbstwert stiehlt.

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      1. Habe genau das selbe erlebt, mein Ex Partner NARZISST, habe ich erwischt mit meiner Nachbarin, 3 Kinder zw. 4 und 11 Jahren verheiratet. Wir alle 3 arbeiten im gleichen Sozialbereich und sehen uns täglich….. Und so eine Mutter massiert Patienten? Welche tolle Energie… Sie verleugnet alles, obwohl es jeder sieht und weiß….

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  4. In obigem Bericht steht Kinder bräuchten Schutz vor dem Narzissten. Und wie sieht es aus wenn die Mutter die Narzisstin ist und das Kind nicht nur dort wohnt sondern auch noch in haltlosen Beschuldigungen juristisch instrumentalisiert wurde?
    Nach meiner überhangslosen Entsorgung nach 16 Jahren hatte die Ex 3 Jahre mit üblen Verleumdungen ihre flying monkees ( Herkunftsfamilie, wo sie wohnt, und ihre Freunde sowie meine jetzt 18 jährige Tochter gegen mich aufgebracht). 2 Jahre nach den Prozessen und Verleumdungen, die die Ex verloren hat ist es kaum möglich vernünftig mit der Tochter das Geschehene aus meiner Sicht darzulegen. Kann man so dermaßen narzisstisch eingefärbt sein?

    Ich hab zu Beginn der Ehe mich aus Loyalitätsgründen mit meiner Herkunftsfamilie überworfen, was mir die Isolierung zu meiner Fsmilie einbrachte. Umgekehrt hat die Ex nie zu mir gestanden! Die lebt weiterhin bei der Herkunftsfamilie und ist mit meinem Nachfolger auch schon 5 Jahre zusammen. Die Ex war seit ihrer Teenagerzeit kein einziger Tag Single. Ich bin seit 5 Jahren allein und hab die Hoffnung auf echte Liebe aufgegeben.

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    1. Hallo Thomas, narzisstischer Missbrauch bleibt narzisstischer Missbrauch und wie das bei Müttern aussieht beschreibt die Seite Narzissmus.org sehr ausführlich. Zu ursprünglichen Frage: Kann es sein. Ja kann. Hierzu folgender Beitrag:https://schutzgarten.wordpress.com/2018/12/09/weiblicher-narzissmus-und-die-maligne-narzisstische-persoenlichkeitstoerung-bei-frauen/

      Zum Alleinseinthema hier entlang:
      https://schutzgarten.wordpress.com/2017/11/16/die-angst-vor-dem-alleinsein-oder-auch-ueber-das-all-ein-sein/

      Grüße …

      die Schutzgärtnerin

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    2. Hallo Thomas,
      ja, man kann so dermaßen narzisstisch eingefärbt sein. Meine Mutter ist Narzisstin und hat sich Scheiden lassen, als ich 13 war. Sie presste noch ein halbes Haus aus meinem Vater heraus. Im folgenden Jahr hat sie mich dermaßen manipuliert, dass ich begann, meinen Vater zu hassen. 15 Jahre hielt ich IHN für das narzisstisches Monster. Sie entriss ihm seinen Sohn – doch das reichte nicht. Ich musste meinen Vater hassen, erst dann war sie zufrieden.
      Als ich in die Pubertät kam und unbequem wurde, bediente sich meine Mutter der gesamten Palette der narzisstischen Manipulation, um mich weiterhin gefügig zu halten.
      Sie machte mich zum psychischen Wrack, Depressionen, Realitätsflucht,(legale und illegale Drogen, Videospiele), Derealisation, Selbsthass und chronische Lebensmüdigkeit waren die Folge. Menschen hielt ich immer auf Abstand, eine Beziehung ging ich nie ein. Zu groß war die Angst vor körperlicher und emotionaler Nähe.
      Als ich mit 24 Jahren am Tiefpunkt meines Lebens war, alles verloren hatte und mir nur durch einen Zufall nicht das Leben genommen hatte, begriff ich dieses Ereignis als Chance. Ich entschied ALLES zu tun, was nötig war, um mich selbst auf die Reihe zu kriegen – nicht für mich, denn ich war mir nichts wert, sondern für die Menschen, die mich liebten. Ihnen gehöre mein Leben, nicht mir – so dachte ich damals. Ironisch, dass ich in diesem Fall aus der jahrelangen Manipulation die Kraft schöpfen konnte, weiterzuleben. Mein Lebenswille war wohl einfach zu stark.
      Die kommenden Jahre waren mit Abstand die schlimmsten meines Lebens. Ich wollte nicht leben, hatte mir aber verboten zu sterben. Ich hasste es zu existieren. In einer Tagesklinik wurde mir von einem Therapeuten empfohlen, den Kontakt zu meiner Mutter zu reduzieren.
      Als ich ihr das eröffnete, nannte sie mich kaltherzig. Ich wich von meinem Vorhaben zurück. Verdrängte weiter. Jahrelang, bis ich nichts mehr fühlte und mein Geist starr geworden war. Ich nur noch als zugedröhnter Zombie von einem Tag zum nächsten lebte. Dann entschied ich mich zu fühlen, statt zu betäuben. Da nichts zu fühlen schlimmer ist, als der größte Schmerz, den man sich vorstellen kann. Wer nicht fühlt ist nämlich bereits tot – und ich wollte doch Leben. Also musste ich den Preis dafür zahlen. Ich hörte auf, mich zu betäuben. Und der Schmerz kam hoch. So. Viel Schmerz. Ich hatte so viel Angst. Vor der gesamten Welt, vor mir selbst, vor allen Menschen. Hatte eine Angststörung entwickelt, die mich vollkommen beherrschte. Ich hatte so viele Probleme, ich bestand fast nur aus Problemen und musste sie alle angehen. Strukturieren. Stück für Stück angehen. Das war im August 2017.
      Zeitsprung.
      Jetzt bin ich 29 und heile mich seit 1 1/2 Jahren. Das war und ist viel Arbeit. Aber es lohnt sich.
      Klarheit über meine Mutter habe ich Mitte letzten Jahres erhalten. Ich fing bereits vorher an, Fragen zu stellen. Grenzen zu ziehen. Das gefiel ihr nicht. Dann kam dieser Moment, dieses Treffen, wo sie mir die Schuld an allem geben wollte. Mich als unberechenbar und gefährlich bezeichnen ließ – von Ihrem aktuellen Freund, denn selbst traute sie sich nicht einmal zu sprechen. Das tat weh. Ein letzter tiefer Schmerz und alle Puzzleteile fielen ineinander.
      Ich erkannte, was gespielt wurde – und entschied mich, nicht mehr mitzuspielen.
      Mittlerweile kann ich sagen: Ich liebe mein Leben. Es wird jeden Tag besser und ich habe es selbst in der Hand. Klar, gibt es noch Rückschläge, aber Heilung ist nicht linear.

      Ich wollte eigentlich auf Deine Tochter hinaus, aber das wurde doch etwas biografischer, als erst geplant. Sorry dafür.
      Ich kann Dir keine tröstenden Worte schreiben. Zumindest nicht aus eigener Erfahrung, nicht ohne einfach nur zu schwafeln. Ich kann Dir auch nicht versprechen, dass sie jemals die Wahrheit begreifen wird. Ich kann Dir aber versprechen, dass Deine Ex jedes Verhalten Deinerseits so auslegen wird, dass Deine Tochter Dich für den Übeltäter hält. Sei bitte vorsichtig, wie viel Öl Du in’s Feuer gießt – am Ende verbrennst Du Dich nur selbst. Du wirst Deiner Tochter die Augen nicht öffnen können – das kann sie nur selbst. Es bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht so lange blind bleibt, wie ich es war.

      Die Hoffnung auf wahre Liebe hast Du zurecht aufgegeben. Ich lese so viel Hass, Trauer und Selbstmitleid. Nicht unbedingt Liebesmagneten.

      Bitte suche Dir Hilfe Thomas. Schau da hin, wo es weh tut. Du kannst weder Deine Ex, noch Deine Tochter, noch sonstwen ändern. Du kannst nur Dich selbst ändern. Heile.Transformiere. Dann wird die echte Liebe zu Dir kommen, wenn Du bereit dafür bist.

      Von tiefem Herzen Alles Gute.

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