Täter, Opfer oder beides?

Im Grunde wurde, der Komplementärnarzisst sowie der krankhafte Narzisst, im Laufe seines Lebens Opfer. Wenn wir uns kurz auf eine Opfer-Täter-Beschreibung einlassen, ist im Großen und Ganzen Bild, der krankhafte Narzisst das größere Opfer und Täter/innen. Ihnen ist dies bewusst, doch sie können es auch nicht ändern. Ausgelöst von Defiziten in der Kindheit wird ein Verhalten hervorgerufen, welches für den einen, zu einer Persönlichkeitsstörung, bei dem anderen zur posttraumatischen Belastungsstörung führen kann.

Im Kreislauf des Emotionalen Missbrauchs werden beide füreinander zum Täter. Die Narzissten verletzen durch ihre Gefühlskälte und Erniedrigungen. Ausgelöst von der Angst vor ihrem innerem Schmerz, der ihnen in Beziehungen mit Gefühlen gefährlich nahekommt. Die Komplementärnarzissten verletzen, mit ihren Forderungen nach Nähe, Verantwortung und Ansichten, über gesunde Beziehungen. Eine gesunde Beziehung kann nicht entstehen, eher ein Stockholmsyndrom zum narzisstischen Partner.

So gesehen ist jeder, der echte Gefühle, Verantwortung und Wahrheiten fordert, für den Narzissten unglaublich belastend, überfordernd und quälend und gleichsam erbärmlich.
Ich betone noch mal, es gibt keinen Grund narzisstisches Verhalten zu entschuldigen.
Narzissten lieben nichts mehr, als Gefühlsausbrüche bei ihren Gegenübern zu provozieren.
Sie üben Taktiken wie ‚Passive Aggression‘ aus, die es unmöglich macht, für ihre Partner ruhig und besonnen zu bleiben. Schlechtes Verhalten ist schlechtes Verhalten und unentschuldbar.
Gerade zum Ende einer narzisstischen Beziehung läuft jeder die Gefahr, den anderen tief zu verletzen.

Um Schuld geht es nicht!

Selbst die Eltern, die ihren Kindern, keine Grundlage für eine gesunde Selbstliebe, aus Selbstwert und Selbstachtung bestehend und Empathie beigebracht haben, taten dies aus einem Defizit heraus.

Die Entscheidung, sich tief greifend ändern zu wollen, muss von innen kommen.
Verantwortung für sich selbst übernehmen und narzisstischen Zügen den Kampf ansagen, ist ein Prozess, keine Übernachtentscheidung.
Sich bewusst reflektieren, den Mangel annehmen und versuchen daraus zu lernen, ist die große Aufgabe, die als Geschenk auf jeden wartet, der bereit ist für diese Reise. Aus der Opferhaltung in eine aktive Gestaltung übergehen, das macht Dich zum Überlebenden.

Der Komplementärnarzisst kommt nicht umhin sich selbst schuldig zu fühlen, wenn er erst mal erkannt hat, was hinter der narzisstischen Persönlichkeitsstörung liegt. Das ist völlig normal, jedoch unbegründet. Erst recht sich selbst gegenüber sollte man nicht so hart sein. Den inneren Kritiker sollte man austauschen mit der eigenen Intuition und sich selbst verzeihen. Habe Geduld.

Oft wiegt doch noch im größten Pflanzengift, ein kleiner Tropfen Heilung mit.

Die Schutzgärtnerin
Stand September 2016
alle Rechte vorbehalten

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2 Gedanken zu “Täter, Opfer oder beides?

  1. Bei meiner N- Frau war Verantwortung immer gleichbedeutend mit Schuld, deswegen hat Sie Ihre Verantwortung ständig an mich abgegeben. Sie übernimmt bis heute keine Verantwortung! Das ständige Bemühen um Unschuld ist sehr verheerend, da es direkt in die Depression führt. Ich habe für mich gelernt: Mensch sein heißt schuldig werden- Als Mensch reif sein heißt Schuld tragen zu können( für Narzissten unmöglich die bleiben ewig emotionale und psychische Kleinkinder!
    LG. Lenny

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    1. Habe jetzt erst Deinen Kommentar wieder entdeckt, genau das gefangene Kind, warum soll ein Kind Verantwortung tragen? Das ist das Dilemma, welches eben nicht für Partner aufzulösen ist, da braucht es Einsicht, Therapie und andere Verhaltensformen. Ich hoffe das es Dir möglich ist die Verantwortung nicht mehr zu fordern, denn damit verlangt man ja das quasi Unmögliche und stellt sich sein eigenes Messer auf.

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