Das A–WEH–Prinzip der Narzissten

O’zapft is! Heißt es in Bayern, wenn die Bierquelle fließt und das denken sich, eventuell auch die Narzissten sobald sie eine Energiequelle auftun. Vermehrt fragen sich die Menschen, was treibt diese Art von Menschen an, was fühlen sie … in sich? Wie darf man es verstehen?

In erster Linie sollte man von einer seelischen Behinderung ausgehen, gefüttert durch Kränkungen und es nicht persönlich nehmen. Ja klar, ist das schwierig, doch man wird seines Lebens nicht mehr froh, wenn man sie nur als „niederträchtig“, „krank“ oder „Energievampire“ betrachtet.

Sie haben ein Grundmuster, welches sich nicht einfach verlassen lässt. Ich nenne es:

Das ‚A–WEH–Prinzip‘.

Es ist mehr als ein Wehwehchen aus der Kindheit, es ist ‚A ausgewachsenes WEH.‘
Dahinter versteckt sich:
Angst
Wut
Eifersucht und
Hass.
Es gibt so viele verschiedene Typen der Narzissten in unterschiedlichen Stufen, mit unterschiedlicher Ausprägung, doch alle Typen im pathologischen Sinne, bewegen sich, meiner Ansicht nach, im A-WEH-Prinzip.

Das sind die vier Grundpfeiler ihrer Aktion- und Reaktionsrahmen.
Der Kern ihrer Persönlichkeit, was ihnen unaufhörlich Energie raubt.
Vor was fürchten sich Narzissten?
Was macht sie wütend?
Wann reagieren sie eifersüchtig und wie entsteht der Hass?
Es folgt ein schutzgärtnerischer Versuch, den Blick dahinter zu wagen.

A wie Angst

Angst nutzen sie selbst wie ein Instrument, um andere abzustrafen oder zu kontrollieren, sie richten ihre Aufmerksamkeit gezielt auf diese Themen und statt an sich selbst zu arbeiten, spiegeln sie diese nach außen und provozieren damit, den eigenen Missbrauchskreislauf.

Was aber macht Narzissten Angst?

Sie selbst
Fehlender Treibstoff
Kontrollverlust
Enttarnung
fehlender sexueller Verkehr
Allein sein
Verantwortung
fehlende Aufmerksamkeit
Kränkung / Entwertung
Bedrohungen (diese lauern theoretisch überall)
Vorwürfe
Dominanz / Autorität
andere Wahrheiten, Denkkonstrukte, Ablehnung,Emotionen

W wie Wut!

Wann werden Narzissten wütend?
Wenn sie Angst haben! (Siehe A wie Angst)

Die narzisstische Wut kennt mehr als verbale Aggression.
Je mehr sie in eine Zwickmühle geraden, desto heftiger können die Reaktionen selbstverletzend und nach außen gerichtet werden.
Sie lässt sich schwer beeinflussen und erscheint so schnell, wie sie verschwindet, hinterlässt jedoch tiefe Spuren. Nicht immer äußert sie sich verbal. Die Wut schweigt auch gern und veranlasst sie, Andere abzustrafen.
Andersrum kann ein Narzisst kaum Wut ertragen, wenn er sie nicht selbst provoziert hat als Energiezufuhr. Narzissten suchen dann das Weite oder leben ihre Kränkung aus. Oftmals hört man dann kindliche Bemerkungen, wie: „Du bist gemein!“, oder haltlose Vorwürfe und Unterstellungen. Vorsicht sie manipulieren dann bereits wieder. Eine neutrale Erörterung ist kaum möglich, ganz zu schweigen von einer ehrlichen. Heißt, versucht man empathisch sachlich auf die Situation einzugehen, Lösungen zu finden, beschwört es eher die zweite Hasstirade (siehe Hass) herauf und eigene Problematiken werden nicht gehört, lediglich als Vorwurf verstanden was wiederum an ihrer eigenen Art zu kommunizieren liegt. Hier gibt es Typen, die sich selbst dabei nicht erkennen und die, die sich reflektieren.

E wie Eifersucht

Es gibt nichts, worauf ein Narzisst nicht eifersüchtig reagieren kann. Materialistisch, idealistisch, alles, was anderen Energie gibt, besonders bei Dingen, wo sie wissen, dass es ihnen keine Energie geben wird, oder gar ihre Energiequellen bedroht, dies wiederum bedroht sie und sie verspüren Angst.
Wer jetzt denkt, einen narzisstischen Menschen mit Eifersucht halten zu können, bestellt seine Bestrafung direkt mit.
Narzissten werten dies, als Bedrohung und Manipulationsversuch und werden sich umgehend eine neue Energiequelle suchen. Warum sie dann bleiben, ist nur auf einen Grund zurückzuführen: Sie ziehen aus den Vorwürfen und den Reaktionen des Partners Energie.
Mit Liebe und Treue hat es leider nicht zu tun.

H wie Hass

Wann hassen Narzissten?

Wenn die Angst zu groß wird und sie ihrer eigenen Wahrheit näherkommen, dem Trauma ihrer Kindheit und der erlebten Umwelt und dem Schmerz, tief im Inneren. Der Schmerz wird zu schwer, die Unzufriedenheit zu groß, um es zu tragen. Sie haben keine Energie mehr, laufen auf Notreserve, es folgt die Hasstirade manchmal gezielt und manchmal an wahllose Opfer. Sie sehen sich bedroht und selbst als das Opfer und sicherlich kennt jeder Mensch diese Reaktion an sich. Narzissten kennen kaum eine andere Reaktion, wenn ihnen der Treibstoff fehlt. Liebe heißt für sie gleichzeitig Hass und da kennen sie sich weitaus besser aus, zu wissen, wie sich Hass anfühlt. Um ihren eigenen zu überspielen hilft ihnen, ‚der Hass der Anderen‘, es ist ihr Treibstoff.
Und was erzeugt fehlender Treibstoff?
Angst.

Ich hoffe meine Erklärung zum ‚A–WEH–Prinzip‘ ist verständlich, es folgen in den nächsten Wochen mehrere Beiträge, wie man sich mit diesem Wissen, verhalten kann, als Partner/in, Arbeitskollege/in, Freund/in, Bekannte/r oder Familienmitglied von Narzissten.

Die Schutzgärtnerin
M. Kendler
Stand Januar 2017
Alle Rechte vorbehalten, das Teilen des Links im Original für private Zwecke, ist erwünscht und gestattet.

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7 Gedanken zu “Das A–WEH–Prinzip der Narzissten

  1. Danke für deine Beiträge. Schon lange ist mir bewusst dass ich mich in einer narzistischen Beziehung befinde. Und immer wieder Verdrängung glaube ihm alles und bin im Teufelskreis
    Damit ich den Absprung schaffe brauche ich Unterstützung. Wer kann mir zuhören unterstützen stark machen.

    Alleine komm ich nicht mehr daraus. Bin ziemlich isoliert und keiner versteht es wirklich.

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  2. Hallo Bianca,
    ich selbst habe eine langjährige narzisstische Beziehung hinter mir. Auch ich war total isoliert und hab vom ursprünglich noch vorhandenen Freundeskreis Aussagen wie „na dann trenn dich doch einfach ..“ gehört. Das Problem ist, dass Menschen, die selbst diese Erfahrung nicht gemacht haben, dich auch gar nicht verstehen können.
    Die Kraft aus so einer Beziehung auszubrechen, ist enorm, aber wie es „Schutzgarten“ im Vorkommentar bereits erwähnt hat, lohnt es sich, diese Kraft aufzuwenden bevor du diese Beziehung weiter erträgst.
    Ich war 5 Jahre lang in einer solchen Beziehung und habe 4 Jahre gehofft und gehofft und gehofft. Nach 4 Jahren hoffen und zusätzlich 3 jähriger physischer Gewalt, habe ich den Absprung – anfangs alleine – geschafft.
    Du wirst sehen, dass deine Familie und deine Freunde (auch wenn du dich momentan isoliert fühlst, sie sind da! und freuen sich auf eine Nachricht von dir!) hinter, neben und auch vor dir stehen werden. Um ihnen die ganze Thematik nahelegen zu können – schicke ihnen doch diese Seite vom Schutzgarten.

    Meine Trennung ist mittlerweile 3 Jahre her – und glaube mir, es war die beste und notwendigste Entscheidung meines Lebens! Nach dem Ausbruch aus der Beziehung hast du einen langen Weg vor dir, das möchte ich gar nicht bestreiten, aber glaube mir bitte eines, du wirst jeden Tag mehr und mehr lernen, das und vorallem DEIN Leben wieder zu genießen und zu leben und nicht nur neben deinem narzisstischen Partner dahin zu vegetieren… Angefangen bei der Wahrnehmung, dass du Luft atmest, weiter zum Vogelgezwitscher, herzhaftes Lachen .. Du bist frei – und genau das spürst du von Tag zu Tag!

    Ich schicke dir ganz ganz ganz viel Kraft und alles liebe!
    DU schaffst DAS! ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤

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    1. Danke Danke Danke….Das ist auch schon alles eingetreten mit Freunden und die Erkenntnis des freiseins. ..Ein sehr schönes Gefühl. ..Nur dieses anhoovern und abwerten ist pervers und wir haben eine gemeinsame Tochter. ..Ich kann ihn nicht blockieren….

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  3. Das A-WEH Prinzip ist das Verhalten, welches ich mit meiner Tochter erlebt habe. Narzisstischer und oder psychopathischer Vater hat die Störung wohl vererbt und sein Verhalten mir gegenüber tut das Übrige. Die Tatsache, dass meiner eigene Tochter narzisstisch ist, macht mich verrückt, da sie mich mehrfach übelst geschädigt hat. Irgendwann war nur noch Hass in ihren Augen und sie war eiskalt und ich war schockiert über diese Entwicklung. Hass der eigenen Mutter gegenüber, für Sachen die nicht wahr sind, die ganzen Lügen ihrem Vater gegenüber, das gezielte Auseinandertreiben der Familie. Und natürlich bin ich in deren Augen psychisch krank. Ich muss den Kontakt abbrechen, ob ich will oder nicht.

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    1. Hallo Daniela, leider komme ich in so einem Fall zum gleichem Schluss. Siehe hier https://schutzgarten.wordpress.com/2017/08/20/ist-mein-kind-ein-narzisst-und-wenn-was-nun/

      Ich wünsch Dir die Zuversicht Dich selbst und somit auch die anderen ein Stück besser zu schützen, nein das ist kein Kampmf den die Außenstehenden langzeit aufarbeiten versuchen sollten, austreten ist die beste Wahl aus meiner Sicht, wenn man sn diesem Punkt ankommt wo es einem klar wird! Du darfst das Kind auch au der Ferne lieben.

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