(Ver)Trauen – aber wie?


Neulich startete ich eine kleine Umfrage über die Schutzgarten-Facebook-Seite, welche Themen, die Leser interessieren, und erlebte eine kleine Überraschung. 
Die Frage, die am meisten Zustimmung erreichte war:
„Wie kann ich je wieder mich jemanden nähern und vertrauen?
Überhaupt eine neue Partnerschaft eingehen“
Ich war überrascht, da ich, das Thema zwar schon auf dem Plan stehen hatte, doch nicht dachte, dass es schon an der Zeit ist, darüber zu schreiben und sicherlich auch selbst daran zu knabbern habe, doch ich habe auch eine Lösung für dieses Problem. Baddabing!
 


Vertrauen – von was reden wir da?

Nach der narzisstischen Beziehung ist es natürlich genau das Thema für jeden Überlebenden, wie man sich hat so täuschen lassen und vertrauen konnte? Der Vertrauensmissbrauch sitzt tief, doch was bedeutet Vertrauen? Wie entsteht es? Und was passiert, wenn es bricht? 
Vertrauen ist grundsätzlich etwas, was im Stillen geschieht und sich auf unseren Erfahrungen, Stärken, Schwächen sowie Vorstellung basiert. Konnten wir in der Kindheit lernen zu vertrauen, wann und wie wurde es gebrochen? Vertrauen ist eine individuelle Angelegenheit, baut sich langsam auf und geschieht im Stillen. Ist es existent, ist es so gut wie kein Thema 
und die Grundlage jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Niemand ist verpflichtet, blind zu vertrauen und ob man jemand vertrauen kann, bemerkt man erst, wenn das Vertrauen gebrochen wird und es so gesehen zu spät ist.

Vertrauen ist nicht das Problem, Konsequenzen sind es.

Wenn die Überlebensmodusphase hinter einem liegt und gesunde Grenzen aufgebaut sind, kann man sich wieder offen auf Menschen zubewegen, was nicht heißt, jedem zu vertrauen. Was nicht bedeutet jedem misstrauisch gegenüber aufzutreten, sondern mit gesunder Skepsis. Wer Hinterfragungen abwehrt, macht sich verdächtig.Und wenn man doch vertraut und das Vertrauen gebrochen wird? Dann weißt Du, woran Du bist, und kannst entsprechend reagieren und diesem Menschen nicht mehr in Deinen Garten lassen.
Irren ist menschlich, sagte der Igel und stieg von der Bürste.
Um sich wirklich bereit, für eventuelle Enttäuschungen, zu fühlen …
vor denen man nie vollkommen geschützt scheint, ist es unabdingbar,
sein Selbstvertrauen gesund zu spüren. Darin liegt das Geheimnis wundervoller Beziehungen.

Das Geheimnis lautet: Sich selbst vertrauen!

Wie sollten wir jemanden vertrauen können, wenn wir uns selbst nicht vertrauen, die richtige Auswahl zu treffen? Auf die richtigen Dinge zu achten und uns wieder fallen zu lassen? Ist man überhaupt bereit, … zu vertrauen? Oder will man nur die Flucht vor dem Alleinsein antreten, da man sich noch nicht selbst vertraut? 

Wie sagt man?

Geh nicht einkaufen, wenn Du hungrig bist! Genauso verhält es sich mit Partnerschaft, die man sucht aus Liebeshungrigkeit oder gegen die Einsamkeit. Wenn wir uns selbst so täuschen, gelingt es anderen noch leichter … Das bedeutet nicht, dass wir zu Fox Mulder werden und niemand mehr vertrauen sollten, … die Frage ist: 
Kannst Du Dir vertrauen?

Gesunde Grenzen in deinem Garten!

Das A und O, sich einer neuen Partnerschaft zu nähern, sind gesunde Grenzen. Die Richtlinien sind die Summe Deiner Erfahrungen. Erfahrungen sind ein Werkzeug, jedoch nicht das Ende des Weges.
Nein sagen, wenn man noch nicht bereit ist oder etwas nicht zu einem passt. Einen Cut Out bei erkannten Anzeichen vorziehen, die eigene Wahrheit kennen. Alles Wissen über Narzissmus und Psychopathen wird Dich nicht davor schützen können, welche zu treffen. Was schützt, sind Deine Selbstachtung, Deine Selbstliebe und ein gesunder Selbstwert, eben gesunde Grenzen, hältst Du diese nicht ein, verletzt Du Dich selber.

Bauchgefühl und Innenschau!

Was dafür ein richtig guter Ratgeber ist, ist das Bauchgefühl.

Atmen!
Wie fühlt es sich an?
Worauf soll es mich hinweisen?
Was will mir mein Gefühl sagen?
Woher kommt es?

Ich wünsch Dir aufregende, interessante, harmonische Begegnungen und Offenheit sowie Selbstvertrauen darin die Fühler auszustrecken. Das Austesten der neuen Grenzen gehört zum Heilungsprozess dazu.

Wenn Du noch nicht so weit bist, ist dies auch eine Phase, die in der wir lernen dürfen, dass es auch sehr schön sein kann mit sich allein Zeit zu verbringen, sich selbst zu daten und gesunde Grenzen wachsen zu lassen. 
In was vertraust Du Dir bereits?
Schreibe eine Liste: 
Ich vertraue mir darin ______

Ich danke für Euer Vertrauen, für die Inspiration und dann, wäre da noch dieser Mensch …

Die Schutzgärtnerin
M. Kendler
Stand, Februar 2017
Alle Rechte vorbehalten, das Teilen des Links ist erwünscht.

p.s. Habt Ihr auch schon Schneeglöckchen entdeckt?
Falls nicht, mit besten Grüßen aus meinem Schutzgarten:
schutzgarten-schneegloeckchen

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