#IfMyWoundsWereVisible – Wenn meine Wunden sichtbar wären

Der 1. Juni ist internationaler Tag der Sensibilisierung für narzisstischen Missbrauch. Und Kindertag. Wie passend. Narzisstische Gewalt ist schwer erkennbar, so ist es für Opfer jener, ein steter Glaubenskampf, ob ihnen passierte, was passiert. Es ist ein Trugschluss, ein Psychologiestudium oder die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie reiche aus, um annähernd die Arten des Narzissmus und Folgen des Missbrauchs zu verstehen. Es reicht nicht, die gängige Fachliteratur zu lesen oder selbst Erfahrungen gemacht zu haben.

Ich habe in meiner Beratung noch nicht eine Geschichte gehört, die der anderen gleicht, jeder Mensch verarbeitet, erlebt, spürt anders. Die Bedürfnisse und Ressourcen sind so unterschiedlich, wie die Umfelder oder Theorien und Ansichten über Conarzissmus und Narzissmus, die in den letzten Jahren rapide anstiegen.

Eins stell ich häufiger fest, wie stark und verletzlich zugleich Menschen werden, die bereit sind sich zu lösen und wie wichtig es ist zwischen all den Gefühlen auch lachen, wieder vertrauen und schützen zu können. Wir sind Menschen…

Und Coaches oder Berater nur add ons (Zusätze) und in einigen Fällen auch Experten auf ihrem Gebiet.

Bree Bonchey, amerikanische Psychologin, meldete den 1. World Narcisstic Abuse Awareness Day #WNAAD 2016 an und veranstaltet Aufklärungskampagnen, Interviews, Gummiarmbänder, rosa Profilbanner und einerseits ist es sehr wichtig, andererseits bietet es eine Plattform für Coaches, Psychologen Marketing und na klar Maskenspiel. Altruismus kann vieles bedeuten, wie ich gestern beschrieb. Ich freue mich auf den Input und besonders über Meredith Miller von Inner Integration als Gast in den Interviews im Rahmen des diesjährigen WNAAD Telesummit.

Die Sensibilisierung für das Thema, das sichtbar machen von Wunden birgt auch Gefahren, dass es andere triggert und retraumatisiert.

Bei allem, was Dir die nächsten Tage dazu begegnen wird
wie hier beschrieben, Trigger sind Schlüsselreize.

Du darfst Dich auch unsichtbar machen oder, ohne Banner auf dem Profilbild Bewusstsein schaffen und wenn es nur für Dich ist, besonders im Wunderland oder Überlebensmodus.

Wer aber loslegen will, der teilt Links und Infos, nutzt die Medienkontakte und Kanäle, die er hat. Bitte denkt daran, Euch ausreichend zu schützen.

Schweigen über Missbrauch ist keine Lösung!

Was wäre wenn dieser subtile Missbrauch sichtbar wäre?

Vorsicht es folgen Beispiele von Betroffenen des narzisstischen Missbrauchs: Trigger!

Ich lad Dich ein den Teil zu überspringen, unter dem Video findest Du weiterführende Links zum Thema.

Zitate aus dem Video: #IfMyWoundsWereVisible

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, würden die Familiengerichte narzisstischen Missbrauch genauso betrachten, wie sie körperlichen Missbrauch sehen.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, würdest Du zusammenzucken über das Ausmaß an Schaden hinter meinem Lächeln.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, würde jeder die Anzeichen und Warnzeichen für narzisstischen Missbrauch in der Schule lernen wollen.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, würdest Du verstehen, warum ich so lange gebraucht habe zu heilen, Du wärst überrascht, dass ich noch lebe.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, würdest Du verstehen, dass Missbrauch nicht immer physischer Missbrauch ist.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, hätten meine Lehrer mich beschützt und den Kinder-Jugend-Notdienst informiert.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, könntest Du mir dann immer noch in die Augen schauen und sagen, dass es nicht so schlimm war und ich einfach drüber hinwegkommen soll?“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, hätte die Polizei die Kinder und mich geschützt, statt ihm zu glauben.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, wäre er ihm Gefängnis.“

„Wenn meine Wunden sichtbar wären, würdest Du mich vielleicht nicht erkennen aber Du würdest letztendlich, hoffentlich narzisstischen Missbrauch erkennen.“

Verstehen. Erkennen. Entkommen.

Hier eine kleine Schutzgarten Linksammlung zum narzisstischen Missbrauch

Was ist narzisstischer Missbrauch?
Wie verläuft die Heilung?
Wenn Du einer nahestehenden Person das Thema näher bringen willst, ohne mit der Tür ins Haus zufallen, hier ein passender Link.
U18 und hier her gefunden?

Bist Du bereit , Dir selbst zu helfen?
Bist Du bereit, Betroffenen zu helfen?

Ich lade Dich ein, meine Arbeit rund um den kostenfreien Ratgeber
Der Schutzgarten‘ zu unterstützen!

Die Schutzgärtnerin
Manja Kendler
Mai 2018

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4 Gedanken zu “#IfMyWoundsWereVisible – Wenn meine Wunden sichtbar wären

  1. Gut zu wissen ! Ein „Gedächtnistag“ für die Opfer psychischer Gewalt.
    Hallo, ihr Lieben ! Nachdem ich gerade wieder in Manjas Garten herumspaziert bin, fand ich erneut die Stelle, was man nicht tun sollte…Upps !!
    Auch ich habe die „Masken der Niedertracht“ weiter empfohlen. Es war vor über zwei Jahren mein erstes Buch zu dieser Thematik und ich lese noch immer gern darin. Ich schreibe mir das Datum an die Zeilenränder und atme durch, wenn ich sehe, wie viel Weg schon hinter mir liegt…was ich bewältige und gelernt habe.
    Das Buch zu empfehlen, kam aus meiner Not – wie soll man das Unerklärliche sichtbar machen, wenn kein anderer mein Leid wahrnimmt.
    Es hat mir nichts gebracht, darum zu bitten : Lies doch mal diese Stelle ! Eher das Gegenteil trat ein…das Unverständnis des Umfeldes wurde größer, weil der Maulwurf ja längst alles für sich eingenommen hatte….und sich immer noch geschickt selbst als Opfer in Szene setzt. Das ist eine Tatsache, die ich heute erkenne und es tut nicht mehr so weh !
    Leider stehe ich noch immer allein auf mich gestellt. Meine Buchempfehlungen wären noch größer und für Betroffene ist der 2. Band von Chr. Merzeder ein Tipp – wenn ihr möchtet.
    Wenn ich hier lese – und das tue ich regelmäßig, dann weiß ich : Es wird lauter ausgesprochen, es wird deutlicher werden, dass die Leiden gewaltig sind, wenn man sie äußerlich sehen könnte.
    Ähnlich wie bei der Mee Too Bewegung, es ist immer lauter geworden in der Welt !
    Liebe Grüße und Danke wie immer an dich, Manja
    sagt Ramona

    Gefällt 1 Person

    1. Gestern erst festgestellt, je mehr ich verstand und verstehe, desto unpersönlicher wird der Missbrauch.
      Was nicht die Tat an sich relativiert.

      Ein langer Weg, doch lohnenswert. Psychologen und Pädagogen tun nicht schlecht daran, Die Masken der Niedertracht (auch) zu lesen. Nur halt mit den Lesetipp, um etwas zu erklären wäre ich vorsichtig.

      Liebe Grüße an Dich Ramona, danke für Deine Zeilen.

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  2. Ich weiß nicht, ob ich mich als Opfer betrachten möchte. Das “Wort“ schwächt mich so in meiner ureigenen Stärke und Kraft. Diese Kraft habe ich erst unter seiner psychischen Gewalt entwickelt. Ich wurde nicht schwächer, ich wurde rebellischer.
    Das hat gedauert, ganze 6 Jahre. Heute gehe ich meinen Weg alleine. Das Buch“Die Masken der Niedertracht“ hat mir dabei aber nicht geholfen..ich wurde bei Amazon fündig und habe das Buch “Psychopath free“ von Mc Kennzie , gelesen.
    Es ist auf Englisch und ich musste fast Wort für Wort übersetzen, aber es hat sich gelohnt. Ich hatte meinen Freund schwarz auf weiß, wie er leibt und lebt.
    Ich durchschaute plötzlich alles, jede noch so subtile Demütigung.
    Das hat mir die Augen geöffnet und plötzlich erstarkte ich.
    Ich habe das Ruder übernommen und erst einmal alles so gemacht wie er.
    Er fiel ja aus allen Wolken, als ich plötzlich Dinge tat, die er sich immer nur für sich herausgenommen hatte.
    Land unter! Da bin ich durchgegangen. Durch diese letzten Höllen und dann bin ich in meine Freiheit gegangen. Er wusste bestimmt nicht mehr wo oben und unten ist. Diesen kleinen letzten Racheakt habe ich richtig genossen. Ich habe ihm Psychoterror gemacht.
    Danach half mir das Mantra:
    Ich denke zu keiner Zeit, an keinem Ort und bei keiner Gelegenheit, an DICH!
    Heute bin ich dermaßen stark, unglaublich. Ich konnte mich nie wehren und wurde oft gemobbt im Leben usw. aber jetzt mache ich den Mund auf.
    wer durch solche Höllen ging, lässt sich wahrscheinlich von niemandem mehr jemals etwas gefallen:
    Also hat mein Narzisst auch etwas Gutes und ich bin ihm überhaupt nicht böse.
    Alles hat einen tieferen Sinn, aber irgendwann ist der auch Mal erfüllt und man hat das Recht wieder zu leben.
    Macht euch auf den Weg in ein buntes, erfüllendes, harmonisches Leben!
    Es ist so viel schöner als ein Leben mit einem Dämon.
    Viel Erfolg euch allen da draußen und ganz liebe Grüße von Karla

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    1. Danke für Deine Zeilen Karla, Du bist ebend kein Opfer mehr sondern wie Du es auch schreibst Überlebende. Es wird besser mit der Zeit.

      Das Mantra ist aus meiner Sicht noch nicht ausdefiniert für Fortschritt, und wiederspricht seiner Natur: Neuer Glaubenssatz in einem Nichtglaubenssatz. Meins war: „Stop! Jetzt. Ich!“ Das ist das Selbe, nur ohne Umweg. Liebe Grüße

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