Gartenpost 11/18 – sonnenverföhnt und winterfest

Jetzt liegen die hitzigen Tage schon weiter zurück, ich finde Zeit, ein paar persönliche Worte zu teilen.

Es gibt Bereiche, die hochfrequentiert sind, auf dieser Seite andere nicht. Ich spüre, wie es schwerer wird, in der Informationsflut durchzudringen, bei immer mehr Berichten über Narzissten oder Beziehungen mit diesen. Auch ist mir der fragwürdige Kampf unter den Anbietern und Aufklärern nicht entgangen, im Gegenteil ich beobachte am Rande, mit Sorge.

Ich halte es für notwendig, sich ausreichendes psychologisches Back-up-Wissen einzuholen und für sich selbst Abstand zu gewinnen sowie die Phasen durchlaufen zu haben, bevor man mit diesen Themen an die Öffentlichkeit geht und selbst dann … sich selbst von Zeit zu Zeit zu hinterfragen.

Und andersherum, Ihr oder diejenigen, die diese Beiträge oder Videos aufsaugen oder mitunter zu Recht feiert, achtet bitte darauf, wie viel Ihr im Netz, über Euch selbst preisgebt. Werdet Beobachter! Wenn ich sehe, dass mitunter noch dazu aufgerufen wird, bestimmte Menschen anzuprangern oder fleißig öffentlich zu kommentieren oder zu missionieren, das alles im Sinne eines Kampfes zu teilen … krampft sich mein Magen.

Wissen lesen und verstehen und weitergeben sind dreierlei. Es dient nicht im Geringsten einer Aufklärung, sich verschwören zu wollen oder in einen Krieg zu ziehen, Massencoaching oder Bewegung zu betreiben, mediale Aufmerksamkeit von Stunde 0 an zu suchen, es sei denn, man hat es auf eine Zufuhr abgesehen oder die erneute Suche nach einer dysfunktionale Beziehung. Das ist in meinen Augen ein No Go und von HG Tudor hier ausführlich beschrieben, worum es Menschen wie ihm dabei geht. Nur weil Narzissmus einmal mehr beschrieben wird, verstehen Außenstehende immer noch nicht den subtilen Missbrauch psychischer Gewalt. DARVO oder eine Opferkontrolldynamik.

Es ist wichtig, dass Menschen narzisstisches Handeln, die Anzeichen narzisstischer Störungen und der Persönlichkeitsstörung verstehen, aber auch was narzisstischer Missbrauch und seine Folgen mit sich bringt, unabhängig von eigenen Zügen oder Mustern. Verstehen, wenn Opfer vorerst Ruhe brauchen.

Dass man mitunter stark traumatisierten Menschen, Borderliner, Depressive oder anders belastete Menschen vor sich hat, die mit den erlebten Sichten und Annahmen erneut traumatisiert werden können und umgekehrt.
Die Selbstkontrolle, dass man nicht in therapeutische Arbeit rutscht und auch wieder und wieder Abstand gewinnt.
Auch ich lerne täglich dazu, lehne, bei mangelnder Kompetenz eine Beratung ab und verweise an entsprechende Stellen. Therapeutische Arbeit gehört in Therapeutenhände, ich berate und coache. Und das braucht sehr viele Auszeiten und geht nur im begrenzten Rahmen.

Für ‚Veranstaltungsreihe‘ hatte es nicht mehr gerreicht an diesem Abend 😉

In den letzten Monaten jährte sich meine Beratertätigkeit und der Schutzgarten feierte zweijähriges Bestehen. Die Schutzgärtnern 3.0 Gruppe auf Facebook ist gewachsen und mit ihr die Extrainhalte zu dieser Seite.
Nach 180 Beiträgen wird die „Will ich noch darüber Schreiben“ Liste nicht kürzer.
Die Fragen und Antworten nicht weniger.

2019 kann kommen.

Dieses Jahr war für mich privat ein Jahr, welches mich an viele Herzthemen führte, Trauer, Ängste, Wut, Verlust und Gewalt, Schmerz waren Begleiter und nicht immer einfach, diskret zu behandeln.
Es ist wie es ist, und ich denke, mir ist es gelungen … die Balance zu finden.

Zwar hält das Jahr 2018 noch ein paar Tage bereit, doch hier im Schutzgartenoffice laufen seit Wochen schon Vorbereitungen, für 2019 und es sprudelt meine Leidenschaft mein Wissen und Blick zu teilen.

Unter anderem gibt es neue Schutzgartenangebote wie den Kurs, um die Redflags (begrenzte Anzahl von Plätzen) kennenzulernen und ich freue mich auf die neuen Energien, Begegnungen und Herausforderungen.

Ich wünsche mir mehr Aufmerksamkeit gerade für die Themen: Narzisstischer Missbrauch Syndrom, Selbsthilfe, Trauma und den Schutzgarten Buchklub, doch vielleicht braucht Ihr, geehrte Leser einfach nur mehr Zeit und ich bin ungeduldig.

Ich bin über Support jeglicher Art (Motivation, Teilen, Gefällt-mir-Klicks, Bewertungen, Anfragen, freiwillige Zuwendungen) erfreut und dankbar solange, Ihr bei Euch bleibt und Euch ausreichend schützt und wünsche Euch eine möglich stressfreie Weihnachtszeit, die natürlich auch mit neuen Schutzgartenbeiträgen aufwartet.

Bis dahin
Eure Schutzgärtnerin
Manja Kendler
November 2018

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