Bunte schwarz-weiß Gedanken #10: über 20 Hinweise zu Johnny Depp vs. Amber Heard

Beruflich ist es mein Interesse, diese Schmierenkampagne innen und außen mitzuverfolgen. Privat schäme ich mich fremd für die Akteure und den Umgang der Öffentlichkeit damit. Hast Du kein Interesse an diesem Trigger-reichen-Fall oder meinen schutzgärtnerischen Gedanken dazu, ist dieser Beitrag nichts für Dich. Meine Beiträge der bunten schwarz-weißen Gedanken enthalten massive Spuren meiner Meinung und Lehrauftrag 😉 jedoch auch Fachverständnis und Erfahrung im Bereich Traumapsychologie, pathologisches Beziehungsverhalten und Dynamiken der häuslichen Gewalt.

1. Opferschutzreflexe „schwarz-weiß“ Denken ist gefährlich.
Wir beobachten einen Fall häuslicher Gewalt, den man vor sich selbst und der Öffentlichkeit schützen sollte und bisher von beiden Parteien verheimlicht und viel gelogen wurde. Es gibt so viele Graustufen und Farben. Einerseits Muster anderseits ist jede Geschichte ein individuelles Bild.

2. Ein Drittel bis die Hälfte der Menschen mit Trauma-Hintergrund nutzt der Substanz-missbrauch als Strategie, sich zu betäuben und zu funktionieren. Frauen in missbräuchlichen Beziehungen weisen ein besonders hohes Risiko auf. Jemand oder häusliche Gewalt nur auf den Substanzmissbrauch zu reduzieren, ist ein massives Problem unserer Gesellschaft. Sucht ist eine Erkrankung und nicht selten eine Traumafolge, die für Betroffene ein Weg ist zu überleben, indem sie sich Betäuben. Das führt bei Opfern des Missbrauchs oft weiter zu Scham und Hindernissen, sich Unterstützung zu suchen.

3. Noch nie zuvor war das Thema missbräuchliche Beziehung und häusliche Gewalt so sichtbar wie heute. Versteht mich nicht falsch, diese öffentliche Schlammschlacht und das „Wer ist der Täter-wer das Opfer“ Spiel braucht es nicht aus meiner Sicht. Es ist sehr beschämend und traurig, wie seit Jahren das Privatleben beider Menschen auseinandergepflückt wird und viele aufspringen und zu selbst ernannten Experten werden. Opfer, Täter oder beides? Um Schuld geht es nicht, außer im Rechtsstreit und der ist Auslegungssache und ein laufendes Verfahren. In missbräuchlichen Beziehungen entstehen Dynamiken, die ungesund sind für alle Beteiligten. Diagnosen sind eventuell erkenntnisgebend für gewisse pathologische Züge und Automatismen, dennoch bekomme ich Bauchschmerzen, wenn sich Menschen ohne und noch schlimmer mit Bildung zu diesen Themen äußern und dabei am Opfer/Täter Framing heftig mitarbeiten oder laut Victimblaming schreien, wenn man Diagnosen und Traumabindungen anspricht.
 
4. Paartherapie kann nicht alles ausheilen. Beziehung der eigenen Eltern ausheilen wollen, ist Gaggimist jedoch menschlicher Gaggimist. Traumabindungen sind real doch kaum gemeinsam zu lösen, ohne Reflexion und den Willen aller Beteiligten „gesunde“ Beziehung zu führen und dementsprechend zu handeln. YouTube oder ein Gerichtsverfahren wird das Ur-Problem nicht lösen.

5. Noch mal, damit es auch ankommt: Traumabindungen sind real!
Und diese setzten sich vielseitig und individuell zusammen. Was da der eigene Hintergrund ist, erfasst Mensch selten mal nebenbei, hier geht die Schattenarbeit los und für die braucht es Abstand, Ruhe vorerst und Akzeptanz, bevor man sich da auf die Suche macht und Integration erfährt. Das benötigt Selbstmitgefühl und Zeit sowie Menschen die sich damit auskennen.

6. Wortsalat, Schuldumkehr, Lügen, Idealisierung, Entwertung und Manipulation. Copy&Paste und Mimikry – mögen die Spiele beginnen. Wer nach wie vor diese Muster damit entschuldigt, ein Opfer zu sein, braucht dringend theoretischen Nachschlag über die Taktiken narzisstischer Menschen. Und einen Blick hinter die Spiegel.   

7. Ist Dir aufgefallen? Johnny Depp wird für toxisches maskulines Verhalten sowie Opferverhalten gefeiert. Was stimmt mit uns als Gesellschaft nicht? Dass auch Johnny Depp innerhalb dieser Beziehung in toxisches Verhalten rutschte, emotionale Erpressung, Entwertungen und Schmierkampagnen ausübte, ist nicht zu überhören und sehen. Betroffene sehen und hören, bedeutet nicht ihnen jegliches Handeln unter dem Deckmantel „Opfer“ sein, zu entschuldigen oder es „nur“ darauf zu beziehen. Ja, es kommt vor, doch wir benötigen einen sensibilisierten, würdevollen Umgang damit. Die meisten Narzissten (und, nein, ich denke aktuell nicht, dass er einer ist, doch kann es eben auch nicht zu 100 % ausschließen) sind nicht gewillt, körperliche Gewalt anzurichten, sprichwörtlich ist es tabu für sie „sich die Hände schmutzig zu machen“. Dafür haben sie mit Vorliebe ein Team, welches für sie arbeitet (Flying Monkeys).

Die Beziehungshistorie ohne „Körpergewalt“ ist keine Entwarnung oder Indiz dafür, jemand freizusprechen. Narzisstische Menschen neigen zur „passiven Aggression“. Das ist durchaus so subtil, dass es von außen keiner mitbekommt, sondern die Gegenüber herausfordert und diese explodieren dann. Auch Berater und Gutachter werden eingelullt. Ich verstehe Depps Schritt im Sinne seiner Reputation. Ich kann auch seinen Sarkasmus und langes Schweigen nach-vollziehen (nach den aktuellen Verhören und der Trauma-Geschichte zu urteilen). Doch auch er hat eben den Anteil lieber geschützt zu haben und sie auf dem Thron zu lassen, statt zu erkennen, dass seine Traumabindung nicht kompatibel mit der einer Amber Heard ist und seine Karriere in Gefahr ist. Gewarnt wurde er. Auf Augenhöhe sieht anders aus.

Und möglicherweise ist eine weitere öffentliche Schlammschlacht weniger geeignet, sich Reputation zu holen oder ein Ego zu heilen. Andererseits viele (auch ehemals) Betroffene von Lügen und Traumabindungen, Urteilen, Verfahrenseinstellungen und Unrecht schauen gerade auf diesen Schritt, weil sie genau davon träumen, ihre ungehörte Wahrheit Rechtsprechung zukommen zu lassen und sich deswegen mit Johnny Depp solidarisieren. Nicht wenige von ihnen solidarisierten sich vorher mit Amber Heard.

8. Borderliner Muster ist ein Spektrum
Borderliner Störungen und Akzentuierung sind nicht immer eine tiefgreifende Persönlichkeitsstörung durch Missbrauch und Ablehnungstrauma in der Kindheit. Borderliner Typen sind unterschiedlicher Art und schnell ist man geneigt, den Stempel auf etwas zu drücken, was möglicherweise nur Akzente einer Borderliner-Persönlichkeit aufweist.

Komplexe posttraumatische Störungen, schizoide oder bipolare Störung doch auch Krisen und Trauer oder seelischer Missbrauch versetzten Menschen zeitweise in dieses „grenzwertige“, emotional instabile Verhalten. Ein Test allein kann keine Diagnose ersetzten. Ganzheitlich betrachtet wird da eher ein Schuh daraus. Nur wäre ich vorsichtig bei Gutachten, die einseitig parteilich in Auftrag gegeben werden, im Hause Deines Ex-Mannes und generell.

In Deutschland hat man die Möglichkeit, ein solches Gutachten abzulehnen. Warum beschreibt diese Studie zu Urteilen in Familiengerichten und erforschte Psychopathologie in Beziehungsgewalt. Viktimologie und Täterprofile erstellen sich nicht mit einem schnellen Blick darauf. Nach allem, was ich zu Amber Heard zusammenfassend recherchieren konnte und durch eigene Erfahrungen mit der Art weiblicher, manipulativen und aggressiven Menschentypen, stimme ich tendenziell der Diagnose narzisstische, histrionische Störungen in der Persönlichkeit plus Borderlinermuster zu. Histrionische Menschen drehen wie der Pfau ihre Federn (oder die Federn anderer) auf und brauchen den Mittelpunkt und Kontrolle. Sie wollen die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die sie durch Klatsch, Tratsch und Geschichten und Aussehen erhalten. Drama ist eine Art Treibstoff dabei. Auch da sind Abstufungen in Betracht zu ziehen. Nicht im Mittelpunkt stehen ist Gift. Am Ende der Skala wird es je höher die Anteile, desto bösartiger und berechnender. Dass Menschen mit dieser Persönlichkeitsstruktur per se höchst narzisstisch sind, ist nach meiner Kenntnis nicht der Fall, doch die Überlappungen sind deutlich. Narzisstische Züge ja. Und im Extremfall auch höchst narzisstisch bis bösartig narzisstisch. Die Chance, mit jenen Menschen dysfunktionale Beziehungen zu führen, ist erhöht und Ursachenforschung dieser Problematiken und Gefahrvermeidung wäre sinnstiftender, statt die Monster-Schubladen für alle Menschen mit diesen Diagnosen auf und zu zuschieben. Feine Differenzierungen sind wichtig, doch auch die Akzeptanz der möglichen Gefahren.

8. + Stigmatisierung ist kein Weg. Auch Borderlinermuster bewegen sich im Spektrum von mild bis extrem. Je stärker, desto mehr Struktur und narzisstische Zufuhr oder Wutausbrüche brauchen diese Menschen, dabei verschwinden sie jedoch auch im Strudel ihrer Emotionen und selbstverletzendem Verhalten. Das führt zu extremer Gefühlswahrnehmung, die sich zu extremer Abneigung wandeln kann ohne Vorwarnung. Alles gut, alles schlecht, alles gut und so geht es weiter auf der Achterbahn und dazwischen ist der schmale Grat, auf dem Menschen mit dem Muster balancieren und fühlen. Ausgrenzung ist das Gift der Borderliner und die können sie fühlen, ohne akut davon betroffen zu sein. Im Gegensatz zu Menschen mit reiner narzisstischer Persönlichkeitsstörung suchen Borderliner eher psychologische Hilfe und Bindung und sind meistens bereit, ihrer Persönlichkeitsstruktur zu begegnen und sie anzunehmen. Im Umgang mit jenen braucht es starke Grenzen und ein dickes Fell. Der emotionale Missbrauch und narzisstische Züge können einen kalt erwischen, wenn man jenes Gefahrenpotenzial ignoriert. Doch jenes ist nicht pauschal bei jedem Menschen mit Borderliner Diagnose gleich hoch.

9.Komorbide Störungen und Histrionische Störung
Ja, richtig alleinstehend sind diese Diagnosen im Verhältnis in der Unterzahl. Meisten setzen sich Folgestörungen drauf und oder verdecken andere seelische Defizite und es entsteht eine Mischung. So kann unter ADHS, Substanzmissbrauch und Depression auch ein verdeckter Narzissmus stecken, der sich erst zeigt, werden die ersten drei Themen bearbeitet. Deswegen bin ich ja auch mittlerweile überzeugt von den Änderungen in dem Diagnoseverfahren. Welches nicht ausschließt festzustellen, ob jemand schädlich für sein Umfeld ist und sich im Feld vorwärts und rückwärts bewegen kann. Im ICD 11 sind diese Labeldiagnosen, um die es laut der Psychologin der Anklage geht, einerseits Geschichte, andererseits läuft es darauf hinaus. Das Verhalten, Muster und vor allem die Mischung machts und die Forensik zeigt, diese Mischung weist hohes Beziehungsgewaltpotenzial auf. Ja, es gibt Menschen, die wollen Dinge brennen sehen und es ist egal, wie gesund ihr Gegenüber ist, wer da keine maximalen extremen Ausschläge auf der Narzissmus-Skala aufweist oder ein Psychopath ist, verliert gegen die hochgradige Histrionischborderlinetypus Show und selbst diese, die Chancen haben, noch krasser zu sein, dealen dann mit einer Verlust-Verlust-Rechnung.

9. + Apropos Show. Ich denke, wir sollten im Hinterkopf behalten, dass wir es mit zwei PR erfahrenen Schauspielern zu tun haben, vermutlich in den besten Rollen ihres Lebens. Wo fängt hier das reale Leben an und hört die Netflix-Mockumentary auf? Ich fühl mich wie in einer modernen Neuauflage von Crybaby ohne Musik. Kannst Du mir folgen?

Egal wem es hier mehr um Zufuhr geht,… sie bekommen beide reichlich davon.
Und viele so: Popcorn raus! Framing läuft! Andere fühlen sich massiv getriggert und ich frag mich: Was können wir hier lernen?

10. Ist Cluster B bei Frauen eher entschuldigt als bei Männern?  
Cluster B ist eine Einteilung der Persönlichkeitsstörung von 3 Gruppen (Cluster A, B, C) im DSM 5 und dabei handelt es sich um emotional instabile (dramatische) Störungen der Persönlichkeitsstruktur. Das betrifft die Histrionische (theatralisch/dramatische) Persönlichkeitsstörung, Borderliner Typus, Narzisstische Persönlichkeitsstörung und die Antisoziale Persönlichkeitsstörung. Störungen dieser Art sind gekennzeichnet durch unangemessene, volatile Emotionalität und oft unvorhersehbares Verhalten. Aber auch narzisstischen und manipulativen Verhalten.

Histrionisch/Borderline wird prozentual mehr Frauen diagnostiziert.
Narzisstische und antisoziale Störungen mehr den Männern.

Es existiert ein gnadenloser Beiß-Kratz-Reflex, wenn Frauen instabile Störung und Narzissmus unterstellt wird. Weil sehr viel dazu erklärt wird, was es nicht ist – seit Jahrzehnten – und Männer öfter mit Ego hadern. Zudem ist es eine generelle Praxis vor Familiengerichten und narzisstischen Menschen, ihre Opfer als „Irre“ oder „gestört“ darzustellen. Es nennt sich „toxisch“, weil wir uns in diesen Beziehungen gegenseitig vergiften und das Auswirkungen hat, biochemisch, seelisch, neurologisch. Man wird irregemacht, war es aber nicht zwangsweise grundlegend. Und weil es eine bittere Pille ist, sollte da was dran sein. Besonders, wenn wir jene Frau oder jenen Mann vorher zur heiligen Person erklären, Opfer-Ikonisierung zelebrieren und gleichzeitig ungeprüft Täter öffentlich benennen und an Pranger stellen. Konsequenzen fordern. Dann steckt auch mal jemand mit einer Störung der emotional instabilen Art im Schafspelz dahinter. Und das viel öfter, als wahrgenommen wird.

Ich sehe die Problematik, wenn unser aller Empowerment an „Opfern“, die nur dem Anschein nach betroffen sind oder selbst Täter waren, hängt. Haltet mich für anmaßend doch viele „Opfer“ pathologischer Beziehungen suchen, wenn sie den Mut finden, Schutz, Hilfe, Ruhe und Wege der Gewalt zu entkommen, weniger die öffentliche Schlammschlacht sowie gezielten Fokus auf ihre Täter, das entspricht eher selten der Viktimologie einer gesunden, traumatisierten Psyche. Und dann gibt es eben auch Opfer, die eigene Anteile mitbringen. Diese Mär vom „immer empathischen Opfer der Narzissten“ darf aufhören.
Ja, es gibt sie, die empathischen, freundlichen, intelligente Menschen, die ihre Grenzen in toxischen Beziehungen verlieren und im Missbrauch landen. Doch es kann jedem passieren, unabhängig der eigenen Charakteristik und Psyche. Manipulation, passive Aggression, emotionale Erpressung, Gaslighting macht was mit Dir. Und je nachdem was Du selbst für Skills mitbringst, entwickelt sich stets eine Gewaltspirale.

11. Schweigen brechen? Ja. Wichtig.
Im geschützten Rahmen. Deswegen bin ich auch dafür, jeden Menschen zu zuhören, der Opfer glaubt zu sein und professionelle Hilfe anzubieten. Diese ist rar und selten auf dem aktuellen Stand im weiten Feld des Hilfssystems. Doch sie existiert.

Auch sich gegen falsche Anschuldigungen und Urteile zu wehren, ist ein wichtiger und kraftkostender Prozess für Opfer. Dafür braucht es einerseits den Mut, die eigene Geschichte zu betrachten, aber auch sich einzugestehen, Opfer gewesen zu sein. Sich Fragen zu stellen, wie: Warum bin ich nicht gegangen? Was braucht es, um den Heilungsweg zu gehen?

Und was braucht es sich, den Abstand emotional, spirituell und physisch zu Tätern zu erarbeiten, ohne Feuer mit Feuer zu bekämpfen?

12. Verletzte Menschen, verletzen Menschen.
Nein, nicht alle. Doch man geht mit einer gewissen „Anspannung“ aus missbräuchlichen Beziehungen raus. Es braucht erfahrene Begleiter, diese nach und nach zu transformieren.

Menschen, die es brennen sehen wollen, lassen es brennen. Sie reizen Skandale aus. Die meisten Täter weisen einen selbst erlebten Missbrauch und Opfererfahrung in ihrer Vergangenheit auf und es besteht eine gewisse Bedürfnisbefriedigung darin, das Trauma zu wiederholen. Es ist ein Kreislauf, den man entgegenwirken kann. Dafür ist es wichtig, zum Überlebenden zu werden und traumainformierte Begleitung zu erfahren.

13. Die psychische, emotionale und narzisstische Gewalt wird von Frauen und Männern ausgeübt. Es darf aufhören, es gleichsetzen zu wollen mit der Ausübung sexueller und körperlicher Gewalt, da tatsächlich horrend mehr Frauen von jener bedroht sind, jedoch Männer nicht pauschal verschont lässt.
https://www.hilfetelefon.de/
https://weisser-ring.de/gewaltopfer-mann

14. Eine toxische Beziehung in der Gewalt (egal, welcher Form) herrscht, hat für mindestens zwei beteiligte Menschen psychische und physische Auswirkungen. Sie befinden sich in einer Gewaltspirale, die sich nach oben schaukelt. Manche halten es jahrelang in diesen Beziehungen aus. Es ist nie zu spät, die Schritte da heraus zu wagen. Doch das Ende dieser Beziehung bedeutet selten das Ende der Gewalt. Wir sind Zeuge, der aktuell stattfinden Gewalt und Missbrauch zwischen Amber Heard und Johnny Depp. Für mich gleicht es einem Autounfall, den man nicht näher betrachten will, ohne Ersthelfer zu sein. Es ist schwer, sich aus dem Drama Dreieck rauszuhalten, doch genau das wäre der Weg als Unbeteiligter und ohne Ausbildung zur Hilfe.

15. Wiederholungstäter sind keine Seltenheit
Die Prozentzahlen der Gewalttäter und Gewalttäterinnen, die sich nach bereits stattgefundener Gewalt ändern, innerhalb einer Beziehung mit entsprechender Unterstützung, liegt im einstelligen Bereich. Das ist der Grund, warum man sagt, hat die Gewalt bereits stattgefunden – ist Kein-Kontakt der Weg.

16. Die narzisstische Gewalt wird von Männern und Frauen ausgeübt.
Aber auch körperliche und sexuelle Gewalt wird von beiden Gruppen ausgeübt.
Kurz: Menschen sind Opfer von Gewalt.

Das darf nicht weiter zum „medialen Popcorn der Gesellschaft“ werden.
Extrem narzisstische Menschen spielen gerne die Rolle, die ihnen Zufuhr bringt.

17. Darum: Schutzgärtnern geht uns alle an!


18. Mobbing ist Mobbing. Auch wenn Du eine narzisstische extreme Person mobbst.
Du machst Dich zum Täter und provoziert unter Umständen Täter. Verlust-Verlust Rechnung!

19. In meiner Schutzgarten-Wunschwelt ist hier der Punkt erreicht, wo Johnny Depp bei Gabor Maté und Alanis Morrisette in Therapie geht und er und Amber Heard an Neurofeedbacktherapien teilnehmen und sich nie wieder in diesem Leben über den Weg laufen. Beide einigen, sich an einer missbräuchlichen Beziehung partizipiert zu haben sowie an seelischen Defiziten zu leiden und häuslicher Gewalt Spielraum gegeben zu haben. Dann zahlen sie gleiche Anteile an gemeinnützige Vereine für Hilfe und Schutz bei häuslicher Gewalt für das jeweils eigene Geschlecht. Und die Medien klären über diese Möglichkeiten der Hilfe und mit Respekt gegenüber der Privatsphäre beider auf. Baddabing.

20. Es bleibt ein Showprozess
und eine öffentliche Schlammschlacht und ich möchte anmahnen, das ist noch nicht alles. Leider. Amber Heard saß noch nicht im Verhör und ihre Staatsanwaltschaft hat ihre Zeugen noch nicht präsentiert. Und bevor jemand seine Popcornmaschine anschmeißt und sich unreflektiert zum Flying Monkey macht:

Natur, gute Literatur, Bildung, Bewegung, Entspannung, ein Kaffee mit friedlichen Menschen oder ein Date mit sich selbst warten darauf entdeckt zu werden.

Willkommen im Mai 2022!
Die Schutzgärtnerin
Manja Kendler

Bei mir findest Du online und telefonisch individuelle, diskrete Fachberatung und Coaching zum Schutz und Hilfe bei Häuslicher Gewalt und narzisstischem Missbrauchs-Widerfahrnis. Trauma-erfahren und informiert.


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