Gartengespräch mit Dr. Maja Storch über Embodiment, Wissenschaft, Möglichkeiten und wo der Wurm drin ist

Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff Embodiment eng mit Dr. Maja Storch verbunden.

Sie ist Motivation und Sprachrohr der Wissenschaft und Praxis.

Selbst bezeichnet sie sich als Erfinderin. Die Liste ihrer veröffentlichten Bücher ist lang und tief.

In ihrem Institut für Selbstmanagement und Motivation Zürich und ihrer Praxis wendet sie Embodiment aktiv an, unter anderem mit dem von ihr mitentwickelten ‚Zürcher Ressourcen Modell‘ (ZRM®).

Ihre Vorträge sind lebendig und verständlich. (Siehe der Mitschnitt „Einblick in Anwendungsmöglichkeiten des Embodimentansatzes, gewürzt mit praktischen Beispielen.“
2. Fachkongress „Reden Reicht Nicht!?“ 2016 auf YouTube zu sehen)Wie man sich dem Thema der Verkörperung nähert, ist ein Feld voller Möglichkeiten.)

Kommunikation, Körpersprache, Bewegung, Spiritualität oder Bilder.

Embodiment ist nicht nur ein wesentlicher Teil eines gepflegten Schutzgartens, es geht uns alle an. Es ist mir eine Ehre und Freude, Dr. Maja Storch in einem frischen Gartengespräch zu begrüßen. Und Euch für ihre Arbeit und natürlich ‚Embodiment‘ zu sensibilisieren sowie Neugier zu wecken, tiefer in das Thema einzutauchen oder einzuwühlen.

1. Willkommen im Schutzgarten, ich fang direkt an: Was bezeichnen Sie als Disembodiment?

Dr. Maja Storch: „Wenn eine Theorie, eine Forschungsrichtung oder eine Coachingmaßnahme nur den Verstand mit einbezieht und den Körper gar nicht.“

2. Wie sind Sie selbst zum Embodiment gekommen?

Dr. Maja Storch: „Ich habe eine Ausbildung zur Psychodramatherapeutin durchlaufen und abgeschlossen. Da geht gar nix ohne Körper!“

3. Psychodrama und Körper, viele meiner Leser kennen dies verbunden mit `‘Psychotrauma‘ und damit verbunden Folgen. Da ist das (wieder) Heimat im eigenen Körper finden ein großes Thema.
Was hat sich für Sie dadurch verändert Embodiment anzuwenden?

Dr. Maja Storch: „Ich selber habe aufgrund meiner Psychodramaausbildung schon immer mit Embodiment gearbeitet, insofern hat sich für mich nichts geändert. Lediglich die theoretische Begründung ist jetzt auch akademisch akzeptiert.“

4. Seit wann und wie spielt es in der Wissenschaft eine Rolle?

Dr. Maja Storch: „Die Embodiment-Thematik begann in den 90er-Jahren des letzten Jahrtausends. Man fing damit an, die Wechselwirkung Körper und Psyche zu untersuchen.“

5. Sie haben das Zürcher Ressourcen Modell mitentwickelt, wodurch zeichnet sich diese Methode aus, wer nutzt Sie?

Dr. Maja Storch: „Die Methode bezieht das Unbewusste und den Körper in die Entwicklung mit ein. Benutzt wird die Methode von Menschen aller Art (lacht).“

Anmerkung: Mehr zur Methode findet Ihr hier: Home – ZRM | Zürcher Ressourcen Modell

6. Sie haben auch Erfahrung damit, Kindern diese Methode näher zu bringen. Ab welchem Alter? Und könnten Sie sich aus ihrer Sicht Embodiment als Schulfach vorstellen?

Dr. Maja Storch: „Mit Embodiment kann man schon im Kindergarten beginnen! Natürlich wäre es gut, wenn die Schulen nicht nur eine digitale Transformation ins Auge fassen, sondern auch analog und erfahrungsbasiert Lebenshilfe geben.“

7. In welchen Bereichen könnte es noch sinnstiftend wirken?

Dr. Maja Storch: „Wir haben gerade ein Buch geschrieben über Embodiment für Hundeführung.“

Buchcover: Vera Bürgi et al. „Mensch Hund!“, Göttingen Hogrefe.

Mensch, Hund! – Hogrefe Verlag

8. Denke, das dürfte viele Menschen ansprechen sowie begeistern, die noch nie etwas von Embodiment gehört haben. Sie haben viele Bücher und Fachliteraturwerke veröffentlicht, welches würden sie jemand anraten, der sein Leben gerade neu ausrichtet und Embodiment entdecken möchte? 

Dr. Maja Storch: „Das Wurmbuch würde ich empfehlen, damit lernt man sich besser spüren.“

Buchcover: Maja Storch, Machen Sie doch, was sie wollen! Verlag Göttingen Hogrefe

Machen Sie doch, was Sie wollen! – Hogrefe Verlag

9. Haben Sie abschließende Worte für die Schutzgartenleser?

Foto: Dr. Maja Storch

Dr. Maja Storch: „In einem schönen Garten blüht der Körper auf, genauso im Wald! Schon Hildegard von Bingen sprach von der heilsamen Wirkung der ‚Grünkraft‘.“

Ich danke Dr. Maja Storch für Inspiration und den Austausch und ihre Zeit für dieses Interview.

Wer noch tiefer schauen will, dem rate dazu hier weiterzulesen: embodimentartikel.pdf (ismz.ch)
Mehr über die wissenschaftliche Seite des Embodiments findet Ihr in diesem Buch
Embodiment – Hogrefe Verlag







Dr. Maja Storch und ihr Schaffen entdeckt Ihr unter:
majastorch.de
und auf der Seite des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ)
ismz.ch
 
Dieses Interview führte
Manja Kendler
Schutzgärtnerin, Mentorin, Coaching und psychologische Beratung

Juli 2022


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