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11. „Wer bin ich in einer traumatisierten Gesellschaft?“ von Franz Ruppert

Wie Täter-Opfer-Dynamiken unser Leben bestimmen und wie wir uns daraus befreien.
Lesezeitraum 01.09.2018 – 30.01.2018

Wer bin ich (und Du) in einer traumatisierten Gesellschaft?
Die wichtigste Frage meiner letzten Jahre.
Egal welcher Weltkrieg, oder nahe Fernkonflikt, Flüchtlingsströme oder Neuentstehung, ob von Rechts oder Links oder frontal im TV weil gerade wieder ein A-F Promi sein Trauma ins Licht rückt oder das eigene Leben uns erinnert – das Trauma lauert an jeder Ecke. Es war da, es ist da – es werden Neue kommen.

Wie groß unsere Traumata sind oder wie groß die der Anderen, spielt nur insofern eine Rolle, dass wir es so oder so kollektiv teilen und es zu thematisieren heißt nicht allein es zu integrieren. Wir brauchen mehr Verständnis für das Thema. Dieses Buch besitzt es!

Ich lese in der Gesellschaft, wie die wenige psychologische Betreuung für Traumatisierte, das sind Unfall/Katastrophen, Kriegserlebnisse, und anderweitig traumatische Erlebnisse und Menschenleben, die davon beeinträchtigt sind, stets auch noch eingespart wird. Wie oft nach einer „Wiederherstellung des Systems“ oder des Arbeits/Alltagsablaufs geschrien wird, jedoch die komplexe Wirkung von Trauer und Verarbeitung bis hin zum Trauma Missachtung findet.Erst Recht deren Folgesymptome.

Als schreie man nach Lösungen, doch will man sie nicht hören und noch weniger umsetzten. Dann lieber eine weitere gefällige Runde, in altbewährter Retter-Opfer-Täter-Dynamik bis zum nächsten kollektiven Schock und weiteren Verdrängungsmechanismen.

Bereits vor zwei Jahren beklagte ich unsere „traumatisierte Gesellschaft“ und bereits länger bin ich vertiefend mit Traumata allgemein außerhalb, des narzisstischen Missbrauchs und Auswirkungen auf die Massen beschäftigt. Das ist hohe Politik, denn gerade Demokratie ist keine Einmalwahlstimmenabgabe aller paar Jahre, sondern ein täglich lebendiger Kampf.

Und um dabei noch persönliches Glück und Freude empfinden zu können, ist eine Frage unablässig. Wer bin ich, in einer traumatisierten Gesellschaft und auch hier: Wer will ich sein?
In den letzten Wochen sprach ich es bereits mehrmals an.
Professor Doktor Franz Ruppert hat sich genau dazu Zeit genommen.
Sein Buch dazu, ist für mich eine Expertise und Vertiefung meiner Schutzgartenidee der Selbstfürsorge aus Fachperspektive. Der Psychologe beschäftigte sich in den letzten Jahren ausführlich mit der Sinnsuche unseren Aufgaben und Lösungen, diese unser aller Trauma zu integrieren.

Von Jugoslawien bis Ruanda, Syrien bis Tibet von Dresden nach Chemnitz und noch weiter als wir es uns vorstellen können. Hauptsache, wir können und wir fangen an.
Jetzt. Mit diesem Buch sollte auch dem letzten Menschen klar werden, wie und warum Trauma uns alle betrifft und wir damit lernen umzugehen.

Ein Buch für Traumatisierte, Politiker, Demokraten, Träumer und Visionäre. Für TV Medienmacher, Nachrichtensprecher, Moderatoren, Journalisten, Ärzte, Pädagogen, Psychologen, Sozialarbeiter, Wirtschaftsweise, Analysten, Aufarbeiter, Seelsorger, Therapeuten, Trauerbegleiter, Coaches, Menschen die Traumatisierten helfen wollen und/oder sich selbst in dieser Gesellschaft verstehen wollen.

ISBN: 978-3-608-96270-3
Erschienen: 31.08.2018 Fachbuch Klett-Cotta Verlag
zur Buchseite des Verlags
Webseite des Autors mit Links, Vortragsterminen und Kontaktmöglichkeiten

Interview im Schutzgarten mit Franz Ruppert
weiteres über Trauma im Schutzgarten

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Eure Schutzgärtnerin
Manja Kendler
September 2018

 

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Körperorientiert Trauma auflösen – Methoden und Praxiserfahrungsberichte #1

Im letzten Gartengespräch mit Franz Ruppert, kam die Selbsthilfe bei Trauma zur Sprache und da Traumatherapie noch zu selten eine Selbstverständlichkeit ist, und gerade körperorientierte Traumaarbeit derzeit noch unter Privatleistung fällt, liegt es nahe, das sich Betroffene selbst vertiefend umschauen und ausprobieren. In diesem Beitrag geht es mir, um die Praxis. Körperorientiert Trauma auflösen – Methoden und Praxiserfahrungsberichte #1 weiterlesen

Prof. Dr. Franz Ruppert über Trauma, Anliegen, Beziehungen, Gesellschaft und Narzissmus

Franz Ruppert ist Mensch mit Vorstellungen über die Zukunft eines Miteinanders, Autor, Professor der Psychologie, psychologischer Psychotherapeut mit eigener Praxis in München und einer der führenden Psychotraumatologen in Deutschland, seine Aufstellungsmethode des Anliegens erfährt großen Zuspruch. Prof. Dr. Franz Ruppert über Trauma, Anliegen, Beziehungen, Gesellschaft und Narzissmus weiterlesen

Sommerlektüre und Gedankenreisen Urlaub für die Seele und mehr

Freudig habe ich auf den Tag gewartet, diesen Beitrag zu teilen. Besonders wenn ich eines der Bücher fertig gelesen hatte und mir dachte, wunderbar – ein perfektes Buch für den Sommer. Folgende Vorschläge gebe ich Euch mit, in den Strandkorb, die Hängematte oder Hotelpoolliege, wo auch immer Ihr Euch entspannen könnt und wollt. Meine Kriterien bei der Auswahl: Leselust, Leichtigkeit, Sinn, Natur und Urlaubsgefühle und natürlich das Schutzgärtnern. Sommerlektüre und Gedankenreisen Urlaub für die Seele und mehr weiterlesen

10. „Das gelungene Ich“ von Hans-Otto Thomashoff

Die vier Säulen der Hirnforschung, für ein erfülltes Leben.
Lesezeitraum 01.06.-30.06. 2018

Es ist 21. Tag vor Sommeranfang. Ein Tag vor dem diesjährigen WNAAD (World Narcisstic Abuse Awareness Day) und bevor nächsten Monat eine Buchklubpause ansteht, ich dafür ein Urlaub-Buchtipps-Schutzgarten-Spezial hier her pflanze, möchte ich Euch, mit einem Sachbuch herausfordern. Praktisch kann ich es kaum noch erwarten, denn ach schaut selbst:
Dieses Buch vertieft die Psychologie und Neurowissenschaft, darüber was uns ausmacht. Hans-Otto Thomashoff, erklärt in fesselnden kurzen Beiträgen, warum wir Sonnenuntergänge lieben, intuitiv heilende Maßnahmen ergreifen, wenn wir es zulassen, was die falsche Beziehung mit uns macht, warum man Alter nicht bestimmen kann außerhalb eines Geburtsdatums. Was unsere Spezies Mensch besonders macht, was uns hindert und Antworten, auf einige Fragen, die man sich schon immer stellte, aber nie gefragt hat, liefert dieses Buch.

Es schlüsselt neurologisch auf, wie Stress uns krankmacht. Was Opfer Täterkreisläufe und Trauma für Auswirkungen mit sich bringen und erklärt lebhaft, die einfachen Grundlagen der Hirnforschung.
Er taucht durch die neusten Erkenntnisse und Zusammenhänge aus der Naturwissenschaft und bietet eine Achterbahnfahrt durch Forschungsergebnisse und Vorschläge für ein gesundes Miteinander. Ich habe viele meiner Themen wiedergefunden und vertieft, durch Querverweise auf weitere Experten, Literatur und Studien, wirkt dieses Buch, weit über den Lesezeitraum hinaus.

Dieses Buch lädt ein, die vier Säulen eines erfüllten Lebens , zu erkunden.

Die da wären:
Beziehung.
Bewirken.
Stressausgleich.
Stimmigkeit.

Wenn Euch das Buch auch so gefällt wie mir, lasst es andere Menschen wissen.

Dann klappt es auch mit der Revolution.
Vorsicht, im Überlebensmodus ist dieses Buch in Teilen ein Trigger. Vielleicht überspringt Ihr vorerst den Beziehungsteil.

Der in Wien lebende Hans-Otto Thomashoff ist Psychiater, Psychoanalytiker und Psychotherapeut sowie in der Sinnstiftung von Gerald Hüther und der Sigmund-Freud-Stiftung aktiv. Der Autor von Fachpublikationen und Sachbüchern ist auch Naturfotograf und promovierter Kunsthistoriker und scheint für sich den gelungenen Weg gefunden zu haben.

ISBN: 978-3-442-17663-2

Erschienen: 02.10.2017 Ariston Verlag

zur Buchseite der Verlagsgruppe Random House FSC

Webseite des Autors mit Naturfotos und mehr.

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Eure Schutzgärtnerin
Mai 2018