Die Chaotencrew in Deinem Kopf und Schutzgartenarchitektur

Kopfkirmes, Gedankenkotze, Gedankenspirale, Kopfkino, 24/7 HeadfxxxFM – wie nennst Du es?

Sich bewusst zu werden (sein), dass wir mit diesem Sender in uns ausgestattet sind, ist ein wichtiger Schritt.

Man spricht vom Inneren Kritiker, Mustern und Anteilen, Erfahrung, Intuition, Erinnerungen, Prägungen und findet hierzu ein Haufen Anleitungen, sich dieser Matrix zu stellen. Dieser Chaotenbande liegt ein besonderer Zauber inne. Der von Vergangenheit und Zukunft, die sich im Hier und dem Jetzt überwirft und unseren Fokus will.

Doch wie ist denn nun der Weg damit zu überleben?

Meditation, Polyvagalnerv-Theorie, irgendein Selbstfindungskurs und Therapie allein sind Tools, oft fehlt das psychologische Gespräch. Dazu braucht es jemand, der mit Feingefühl hinterfragt, wer, wieso warum, wie und wann und das im Hier und Jetzt. Ankerpunkt. Realitätscheck.

Die Herausforderung liegt darin, sich selbst ernstgenommen zu fühlen und ganzheitlich zu betrachten. Für mich als psychologische Beraterin heißt dies, die Bilder und Frequenzen des Menschen zu erfassen, zu erfühlen und zu differenzieren, um dann gemeinsam den Bereich auszubauen, wo im eigenen Schutzgarten des jeweiligen Menschen ein konstruktiver Austausch stattfinden kann.

Oft ist es die gelebte kognitive Dissonanz und Ambivalenz, die Klienten blockiert und ihr Erleben und Leben erschwert. Sie reagieren auf sich selbst, statt die Zwischentöne zu hören. Sie haben Werkzeuge, die inneren Anteile wegzudrücken, anstatt ihnen die Hand zu reichen. Da bin ich so eine Art Gartenarchitektin, die sagt: Nun, wenn Du diesen zukunftsängstlichen Anteil immer in die Rosenhecke setzt und Laub drüber kehrst, wirds Gaggimist! Oder wenn immer der „schlechte Erinnerungen“ Part die Redehoheit hat und hier auf einem Podest aus Granit steht, wird es eher diktatorisch statt demokratisch. Alles, immer jeder da sind sie wieder, die Glaubenssätze. Statt zu sagen „Geh weg!“, ist es sinnstiftender zu überlegen, was da für Bedürfnisse mit verbunden sind sowie warum und wann sie erfüllt werden oder in einen Mangel getrieben. Einen geschützten Bereich im Schutzgarten zu eröffnen, wo es sich schickt auch mal der Kopfkirmes Raum zu geben, ist dafür aus meiner Sicht notwendig.

Natürlich mit Achtsamkeit und Begleitung

Ein persönliches Alltagsbeispiel: Manchmal führe ich ein inneres Gespräch vor dem Süßigkeitenregal … Hmmm, diese Nugatrolle, denke ich und zupf mir selbst am Ärmel … Dann taucht die innere Gesundheitsbeauftragte auf und sagt dann auch mal laut: „Na, aber Du hast schon Pudding im Korb. Das reicht!“ Klar schauen da Menschen komisch aber in Headset-Zeiten ist mir das egal. Solange es bei einem Satz bleibt und der Rest der innerlichen Kaufdiskussion im Stillen bleibt, schade ich damit niemand. Denn da hätte ich noch die innere Finanzberaterin die ausrechnet wie viel das mehr kostet, das Kind was sich auf den Boden schmeißt und „Nie bekomme ich das was ich will“ Arien schmettert, die Seelsorgerin die sagt: Nervennahrung ist wichtig, die Konsumrebellin die zusammen mit der Verschwörungstante behauptet die dritte Rolle in der Packung gibt es theoretisch nicht, usw.Das geschieht bis alle Anteile am Ende zufrieden mit der Entscheidung sind die ich fälle, nach ein paar Sekunden Kopfzirkus mitten vor dem Süßigkeitenregal. So habe ich dann eine bewusste Wahl und mein Kopfkino hilft mir dabei diese bewusst zu treffen und so, dass wir dabei Freunde bleiben können. Ich kann den Sender abstellen und besitze die Regler. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt entweder bin ich so oder so befriedigt.

Na gut, wir sind ja im Schutzgarten dann doch mal ein mehr themenbezogenes Beispiel.

Du lernst einen Menschen kennen und alles fühlt sich richtig an, aber …

Kennst’e? Je länger Du daraus mit Dir einen Diskutierwettbewerb alias „Wer hat recht?“, werden lässt, wirds meistens Gaggimist.

Das ist wie nachts die Gedankenkotze-Crew zu füttern und Wasser drauf zu schütten … und sich wundern, wenn am nächsten Morgen die Gremlins besoffen in der Weinrebe hängen.

Such Dir Unterstützung und verbale Entlastung. Lass Dich beraten und reflektiere selbst, was Du für Dich schutzgartentechnisch verbessern kannst und wie Du selbst Deine Beraterqualitäten ernster nehmen kannst! Oder: Wann und wie weit der Betrieb in der Kopfkirmes sein darf und wer da die Regeln für aufstellt.

Vorteil – viel klarere Entscheidung für Etwas. Mehr Freude. Mehr Leben. Du hast die Wahl!

Die Schutzgärtnerin
Manja Kendler
Dezember 2021

Bei mir findest Du online und telefonisch individuelle, diskrete Fachberatung und Coaching .

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