Armer schwarzer Kater mit Narzissten – Warum der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid Dein Leben verändert.

Verwechslungsthema. Gedanken-Falle und wie Dein Mitleid, fern von Empathie, eine Wertung ist.

Es wird spannend für jene, die sich noch eher weniger Gedanken dazu überlegten.

Kennt ihr das „Armer schwarzer Kater Spiel“ noch, aus Kindertagen?

Ein Kind miaut ein anderes möglichst qualvoll traurig an. Das andere Kind musste versuchen, über den Kopf zu streicheln und mitleidsbekundet „Armer schwarzer Kater“ rüberzubringen! Ist es nicht überzeugend und lacht dabei, wird es selbst zum Kater.

Pech, Leid und Unglück schürt menschliche Urängste. All zu menschlich ist es, denen dies widerfährt, Mitleid zu bekunden oder sie meiden zu wollen. Es heißt jedoch nur, dass wir das Ausmaß des Schmerzes anerkennen. Wenn uns etwas in Mitleidenschaft zieht, leiden wir mit. Dann grenzen wir uns entweder davon ab, oder wollen helfen. Mit Empathie hat es erst mal weniger zu tun, als die meisten Menschen denken.

Nun auch jemand der empathisch mitfühlt, hat dieses Problem unter Umständen. Es ist eine Frage der gesunden Grenzen. Mitgefühl ist das Verständnis über ein gesamtes Gefühlsspektrum. Eine Form der Anteilnahme, nicht der Vereinnahmung oder Bewertung einer Situation.

Oft benötigen Menschen, denen wir Mitleid schenken, konkrete Lösungen, die erfragt werden wollen. Und Menschen, die unser Mitgefühl benötigen, Zuwendung und Trost.

Mitleid für „Narzissten“ bei den Opfern narzisstischen Missbrauchs.

Dir tut Dein Expartner oder die Expartnerin leid? Der Elternteil, die Freundin oder Arbeitskollege, weil sie armselig oder erbärmlich sind? Solche Opfer ihrer selbst sind? Was stimmt mit Dir und Deiner Eigenempathie nicht? Du machst Dich angreifbar für weitere Angriffe und stellst Dich, gegen Dein eigenes Leid.

Kurz: Narzissten sehen in Opfern etwas Erbärmliches oder eine Quelle.

Mitleid für pathologische Narzissten, hat nichts mit empathischen Bewusstsein zu tun oder einem Vorankommen im Thema.
Es ist Treibstoff für Dein Ego und der versteckte Hinweis immer noch helfen zu wollen. Der Retter kommt nicht umhin, selbst gerettet werden zu wollen. Das hat uns, zum Glück, die Natur so eingeimpft, der moralische Antrieb Schwächere zu unterstützen, doch Vorsicht! Es sollte nicht zur altruistischen Falle werden, vor Deiner Selbsthilfe zu flüchten.

Mitgefühl für Narzissten

Jetzt komme ich zu einem Skill, für den zum Beispiel hochempathische Menschen bekannt sind. Mitgefühl. Mit größer werdenden Abstand, zu den toxischen Beziehungen, sehe ich, wie mein Mitgefühl genährt hat, ohne zu nähren. Wie es mich verzehrt hatte, innerhalb der Beziehungen.
Mir fehlte die Grenze zwischen deins und meins. Ist ja nicht unüblich, dass sich das in Beziehungen vermischt. In toxischen Beziehungen übernimmt man die Stimmungen irgendwann ungefiltert und kann es nicht mehr unterscheiden.

Mit mir wurde lange Zeit, ohne das ich es wusste, armer schwarzer Kater gespielt. Dabei blieb ich, ernsthaft besorgt. Doch weder mein Trost noch Lösungen für Andere beendeten es. Nicht mein Spiel falsche Adresse, weiß ich heute.

Mein Mitgefühl für narzisstische Taten und ihr Opferdasein hält sich mittlerweile in gesunden Grenzen. Heute fühle ich, die Angst, Eifersucht, Wut, Macht, Dominanz, ihre Grandiosität und Leere. Dafür habe ich kein Mitleid mehr, was mich zum Handeln zwingt. Welches die Hoffnung schürt, ich könne daran aktiv etwas ändern. Maximal Verständnis, das es ist, wie es ist.

Ich habe nach langer Odyssee, endlich Mitgefühl für mich selbst entdeckt.

Und jetzt frage ich Dich!

Wie sieht es bei Dir aus?
Was suchst Du eher bei anderen, Mitleid oder Mitgefühl?
Und schenkst Du Dir Mitleid
oder bist Du schon bei Mitgefühl und aktiver Selbsthilfe?

Herzlichst die Schutzgärtnerin
Manja Kendler
Spirit, Beraterin und Coach
Januar 2019

Das Teilen des Originalbeitrags ist erwünscht. Verlinkung und zitieren per Nachfrage und Genehmigung möglich.

Werbeanzeigen

5 Kommentare zu „Armer schwarzer Kater mit Narzissten – Warum der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid Dein Leben verändert.

  1. Die Unterscheidung zwischen Mitgefühl und Mitleid finde ich sehr spannend. Damit kann ich viel anfangen. Danke dafür 😊

    Ich lerne auch erst jetzt nach der Trennung von „meinem Narzissten“, echtes Mitgefühl mit mir selber zu haben.

    Mit meinem Ex war es auch so, dass er mir sein Mitleid aufgedrängt hat und mir daraus Vorwürfe gemacht hat. Das sah dann so aus, dass er demonstrativ mit-litt, wenn es mir mal nicht so gut ging und meinte, ich würde meine schlechte Laune an ihm auslassen, wenn ich ihm von einem negativen Erlebnis erzählte, dabei emotional aufgewühlt war und einfach nur Mitgefühl von ihm wollte. Das ist dann häufig in einen Streit eskaliert, den ich aus seiner Sicht auch noch angefangen habe. So war immer ich das Problem: ich war zu unglücklich, zu leicht reizbar, zu empfindlich, habe alles an ihm ausgelassen und mich nicht genug zusammengerissen etc und er war der Heilige, der so viel Geduld mit mir hatte und ja daran glaubte, dass ich dauerhaft glücklich sein könnte, wenn ich mich nur dazu entscheiden würde. Aber ich war ja so stur, dass ich das verweigerte und deshalb musste er immer mitleiden. Weil er angeblich „zu empathisch“ war.

    Ich glaube, das ist eine tendenziell eher untypische Ausprägung des Narzissmus, weshalb ich auch so lange gebraucht habe, mich mit dieser Erklärung für sein Verhalten anzufreunden. Aber seit ich mir meine Theorie über ihn so aufgestellt habe, ist sein Verhalten für mich berechenbar geworden. Er verhält sich im Rahmen meiner Theorie über seine Motivation konsistent. Und auch wenn ich es traurig finde, dass er anderen Menschen damit so weh tut, sehe ich es nicht mehr als meine Aufgabe, jemandem zu helfen zu versuchen, der bei sich selbst kein Problem sieht, sondern sich an Testergebnissen festhält, die ihm „perfekte Resilienz“ (Reha) und „perfekte Selbstreflexion“ (bei einem Manager-Kurs) bescheinigen.
    Er muss die Veränderung wollen.
    Insofern denke ich, dass ich auch für ihn inzwischen eher Mitgefühl als Mitleid empfinde.

    Das sind mal so meine Gedanken dazu.

    Alles Liebe und nochmal Danke für die Anregungen!

    Gefällt 1 Person

  2. Danke für den Beitrag.
    Ich denke, dass ich dem falschen Altruismus verfallen bin, also bevorzugt Leuten helfe, die laut jammern. Dass diese nun die Hilfe oftmals gar nicht brauchen, sondern es nur als Vorwand nehmen, um Andere auszunutzen, war mir bisher nicht wirklich bewusst. Und so verwundert es auch nicht, dass der Helfer zum Co-Narzissten (Co-Abhängigen) mutiert, und letztendlich selber Hilfe braucht.

    Gefällt 1 Person

Kommentar hinzupflanzen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.