Corona-Virus Warum wir jetzt unsere Hochsensibilität und Narzissmus noch stärker wahrnehmen

Es verwirrt, isoliert, macht wütend, ängstlich und traurig. Das Covid-19 Virus hat uns im narzisstischen Griff und gleichsam fördert es den extremen Narzissmus, Überlebenstrieb und auch die Hochsensibilität. Mit dieser Pandemie erkennen mehr Menschen, dass wir alle, in einem Boot sitzen und es eben doch nicht egal ist, ob in China ein Sack Reis umfällt und auch, wem das reichlich egal ist.

Für HSPler und hochsensible Menschen ist es permanent schwierig, sich von Außenreizungen abzuschirmen, gerade in extrem Situationen und erst recht vom Weltgeschehen. Bei der aktuellen Lage nehmen so viele Menschen ihre hochsensiblen Seiten wahr, wie nie zu vor!
Es ist egal, ob man dabei ist, darüber liest, es auf einem Monitor sieht, man vor leeren Regalen steht, es einem erzählt wird oder man schlichtweg nur die Energien spürt und sich unter Umständen dabei nicht mal bewusst ist darüber, dass es nicht von einem Selbst kommt.
Während für einen Großteil der Menschheit eine Anstauung, Ventilöffnung und Entladung über Medien und die Routine des Alltags ganz gut funktioniert, fehlt den Hochsensitiven (Menschen mit einer erhöhten Wahrnehmung als Persönlichkeitsmerkmal) nicht unbedingt das Verständnis, doch der Sinn für Panik, Zerstörungswut, die Missachtung fremden Eigentums, Narzissmus, Lautstärke, negativ geladene Menschenansammlungen (Gegen etwas statt Dafür), verbale Gewalt und Unsicherheit oder so zu tun, als wäre nichts.

Ereignisse wie der G-20 Gipfel im Juli 2017 können auf HSPler auch in Australien, traumatisierend wirken, wie die Brände aus Australien jemand in Hamburg hart packen. Vulkanausbrüche, Atomunfälle und Viren, stellen uns vor eine Herausforderung, die uns Menschen offiziell kollektiv betrifft. Derartige Ereignisse steigert in vielen Menschen die Sensibilität, Vulnerabilität und Wachsamkeit.
Die natürlichen Folgen: innere Unruhe, Depression, Hilflosigkeit, gefühlte Einsamkeit und Leere, Deplatzierung auf dieser Welt.

Gerade dieses ’sich positionieren wollen‘, ist da für manche eine Herausforderung sowie sich selbst liebevoll nicht alles zuzumuten. Kunst ist diesbezüglich, ein gutes Ausdrucksmittel.
Kreativität schafft das Bewusstsein zu erkennen, was sind Gedanken und Emotionen von außen und was bin ich, zu filtern. Du darfst abschalten, erinnere Dich daran.

Wir stehen vor der Herausforderung uns Themen wie Einsamkeit und defizitären und extremen Narzissmus zu stellen. Ruhe zu bewahren und achtsam miteinander umzugehen.
Jemand der hustet hat eventuell Raucherangewohnheiten oder Tics, jemand der niest mag von Heuschnupfen geplagt sein. Eine Atemmaske tragen auch Menschen die gerade medizinisch Ihr Immunsystem unterdrücken müssen und jetzt besonders anfällig sind oder Menschen die andere schützen wollen. Jeder ist zur Eigenverantwortung aufgerufen und zur Achtsamkeit. Doch nicht jeder ist dazu in der Lage.

Menschen mit Angststörungen, Schizophrenie, Zwängen oder emotional instabilen Störungen sind seelisch gefordert und generell ist dies ein Stresstest der Menschheit, deshalb ist es notwendig Ruhe zu bewahren und überlegt vorzugehen. Besonders Menschen in toxischen, dysfunktionalen Beziehungen stehen jetzt unter besonderer Spannung und Herausforderung. Und ich denke das betrifft jegliche Beziehungen, die davon leben, dass man sich weitestgehend aus dem Weg geht und weniger miteinander redet. Das Leben mit narzisstischen Menschen ist immer anstrengend, man wird sie kaum ändern können, akzeptiere wie es ist. Mehr Beobachter werden. Weniger reagieren, mehr bewusst agieren.

Was können wir tun?

Das Gefühl: Angst und Einsamkeit verstehen lernen,
Liebe!,
Kunst und kreative Verarbeitung ist eine Methode.
Bewusst Abstand vom Geschehen nehmen,
die Dosis an Informationen einschränken,
vorübergehend einen sicheren Ort aufsuchen,
Alleinsein vermeiden, (aktuell social-media, E-Mail, Telefon, Chats nutzen)
beruhigende Musik,
Extraportion Selbstliebe und Selbstfürsorge,
Rückzug in die Kuschelhöhle mit Buch oder Lieblingsfilm bewaffnet,
Humor, ist wichtig und schreibt es Euch von der Seele, ins Tagebuch oder online …
Hände waschen …
für ältere und Risiko betroffene Menschen Einkäufe mitbringen und vor die Tür stellen, Haustierpflege – Ausgänge übernehmen,
ausgedehnte Salzbäder
Bedingungsloses GrundEinkommen fordern
und Ruhe bewahren sowie die Frage: Was nährt meine Seele.

Eine weitere Idee ist es, 10 Gründe zu finden, was für Dich, positiv an dieser Situation ist.
(Zeit für …, weniger Flug und Straßenverkehr, wir lernen alle dazu … )

Passt auf Euch und Eure Nächsten auf,
Eure Schutzgärtnerin

Manja Kendler
Spirit/Coach/Berater
März 2020

Eine Übersicht meiner Beratungsmöglichkeiten und Coaching Angebote
findest Du unter: manjakendler.de

Ein Kommentar zu „Corona-Virus Warum wir jetzt unsere Hochsensibilität und Narzissmus noch stärker wahrnehmen

  1. Liebe Manja, großartig wie immer – was du schreibst und so wichtig ! Danke !!
    Ich folge deinen Zeilen und im Inneren bin ich völlig bei dir und bestätige, dass du richtige Vorschläge machst.
    Hoffentlich lesen ganz viele Menschen – was du schreibst und greifen deine Tipps auf !
    Morgen darf ich die Schule trotzdem erst einmal ansteuern als Lehrerin und hoffe, ich kann für Kinder und Eltern eine gelassene Hilfe sein und eigene Sorgen dabei tapfer tragen. Alles Gute für uns alle !!
    Liebe Grüße aus Thüringen
    Ramona

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